Pflanzenraritäten: Rosettendickblatt

Bild von Kerstin Riemer auf Pixabay
Bild von Kerstin Riemer auf Pixabay

Das Rosettendickblatt (Aeonium arboreum) stammt von Nordafrika und den Kanaren. Es gehört zu den Dickblattgewächsen und ist überwiegend grün.

Im Gartencenter erhalten wir jedoch auch die Varietät Aeonium arboreum „Atropurpureum“. Sie besitzt im Sommer dunkelrotbraun gefärbte Blätter, die aber im Winter durch mangelndes Sonnenlicht grün werden. Bei etwas älteren Exemplaren kann man zum Ende des Winters auch mit den vielblütigen gelben Blütenständen rechnen.

Beide Spezies bewurzeln recht schnell und wachsen rasch. Man kann sie zerlegen. Auch größere Pflanzenteile bewurzeln sich ohne Probleme. Einiges zur Pflege:
Die rote Varietät muss im Sommer in voller Sonne stehen, damit sich die Blätter rot ausfärben. Bei der grünen haben wir die Erfahrung gemacht, dass sie besser mit Halbschatten zurechtkommen. Nicht zu viel Wässern! Vertrocknet ist noch kein Rosettendickblatt, nur ertrunken.

Überwintern muss man sie an einem hellen, kühlen und frostfreien Ort, die Erde darf nicht völlig austrocknen. Während der Überwinterung wirft sie den Großteil der Blätter ab. Temperaturen von 8 bis 10 °C gelten als optimal, 5 °C sind das Minimum.

Gedüngt wird mit einem Grünpflanzendünger von März bis September. Nach drei bis fünf Jahren sollte man in ein grobkörniges Substrat (sandige Erde) umtopfen.

Für Krankheiten und Schädlinge ist das Rosettenbäumchen wenig anfällig. Selten treten Woll- und Schmierläuse auf. Ältere Blättchen werden permanent abgestoßen, dies ist kein Grund zur Sorge. Massiver Blattfall jedoch deutet auf zu viel oder zu wenig Bodenfeuchte hin.

Rainer Proksch – Gartenfachberater der Fachkommission des Stadtverbandes

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