Beet- und Balkonpflanzen: Elfensporn

Bild von Kerstin Riemer auf Pixabay

Elfensporn hat diesen schönen Namen sicher von den zwei spornartigen Fortsätzen an den Blüten. Von dieser Pflanzengattung gibt es nur zwei Arten (Diascia barberae und D. rigescens) und wenige Sorten. Das Braunwurzgewächs ist, wie viele Pflanzenneuheiten, in Südafrika beheimatet. Die Schönheiten haben nur Blütenfarben in Weiß, Rosa, Aprikot und Rosaviolett. Weil die kriechende Staude D. rigescens für unser Klima wenig geeignet ist, wird im Weiteren nur Diascia barberae beschrieben. 

Der Elfensporn blüht von April bis Oktober und erreicht eine Pflanzenhöhe von 25 bis 30 cm. Als Standort sind Balkonkästen, Pflanzschalen, Rabatten, Böschungen und Steingärten in voller Sonne geeignet. In zusagenden Standorten entwickelt Elfensporn einen wunderschönen und reichen Blütenflor.

Die Blüten stehen einzeln oder in Trauben. Weil Elfensporn Matten bilden kann, ist ein Abstand von 50 cm sinnvoll. Durchlässiger und nährstoffarmer Boden ist am besten geeignet. Gleichmäßige Feuchtigkeit ist zu gewährleisten und ein Düngen kaum erforderlich. Leider sind diese Pflanzen, wie die meisten Beet- und Balkonpflanzen nur einjährig. Allerdings könnte man Diascien im Oktober eintopfen und bei 0 bis 10°C hell stehend überwintern.

Üblich ist die Vermehrung durch Kopf- und Teilstecklinge. Ab Ende Februar kann man drei Stecklinge in einen 8 cm Topf mit nährstoffarmer Erde stecken, angießen und mit einer Folientüte bedecken. Bei 20°C bewurzeln die Stecklinge in drei bis vier Wochen. Dann wird in einen 11 cm Topf umgetopft und bei 15°C weiter kultiviert. Wenn man einen buschigen Wuchs erreichen möchte, muss zwei Mal entspitzt (gestutzt) werden.

Ausgepflanzt wird nach etwas Abhärtung erst nach den Eisheiligen. Wer Saatgut bekommen hat, kann auch im Februar in Kisten oder Schalen aussähen. Die Sorte „Rosalie“ ist rosaviolett und bekommt 30 cm lange Triebe. Wie „Genta Orange“ blüht, sagt schon ihr Sortenname. Im Gartenmarkt „Klee“ habe ich Anfang Mai drei verschiedene Farben, aber nur wenige Exemplare von Elfensporn gesehen. An den Pflanzen habe ich noch nie schädliche Insekten gesehen. Allerdings soll Grauschimmel sowie Wurzel- und Stängelfäule vorkommen.

Viel Erfolg mit den schönen Blumen wünscht Ihr

Gartenfachberater Edgar Schmitt – KGV „Alt Schönefeld“

Weitere interessante Beiträge

blank

Beet- und Balkonpflanzen: Schmetterlingsblume

Wiedermal eine Pflanze mit vielen Namen: Neben Schmetterlingsblume auch Spaltblume, Bauernorchidee und botanisch Schizanthus-Wisetonensis-Hybriden. Die Urformen der Pflanze sind im Hochland von Chile beheimatet und gehören wie Tomaten und Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen.…
blank

Beet- und Balkonpflanzen: Leberbalsam

Leberbalsam wird schon seit vielen Jahren als Pflanze für Garten, Balkon sowie Friedhof angeboten und ist sogar als Schnittblume geeignet. Vielen Gartenfreunden wird deshalb auch der botanische Name Ageratum bekannt sein. Das griechische ageratos bedeutet…
blank

Beet- und Balkonpflanzen: Petunie

Ältere Gartenfreunde wundern sich sicher, dass ich in dieser Serie über die allseits bekannte Petunie schreibe. Inzwischen gibt es aber sehr viele neue Gattungen, Arten und Sorten, die aus Neuzüchtungen der bekannten Petunien stammen.…
blank

Beet- und Balkonpflanzen: Studentenblumen

Studentenblumen kennt sicher jeder Gartenfreund. Sogar der botanische Name Tagetes ist allseits bekannt. Früher wurde der Korbblütler auch Sammetblume oder Samtblume genannt. Die Urformen dieser Pflanzen waren in Mittelamerika beheimatet. Weil die Hauptformen…
blank

Beet- und Balkonpflanzen: Gundermann

Den Gundermann oder auch Gundelrebe genannt, kennt man als blauviolett blühende Wiesenblume mit grünen Blättern. Seit einigen Jahren findet man eine Kulturform dieser Pflanze mit weißbunten Blättern in Gartenmärkten auch unter dem…