Zahlen, Daten, Fakten rund um das organisierte Kleingartenwesen

Wer gern in einer Großstadt einen Kleingarten pachten möchte, muss sich nach erfolgter Anmeldung auf eine bundesweit durchschnittliche Wartezeit von 3 Jahren einstellen. Denn die Nachfrage nach Kleingärten in Ballungszentren ist ungebrochen hoch. Foto: BDG

In den 20 Landesverbänden des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V. sind über 13.310 Vereine und 503 Regional-, Kreis- und Bezirksverbände organisiert. Damit zählt das Kleingartenwesen unter dem Dach des BDG rund 890.000 Mitglieder.

Wer gern in einer Großstadt einen Kleingarten pachten möchte, muss sich nach erfolgter Anmeldung auf eine bundesweit durchschnittliche Wartezeit von 3 Jahren einstellen. Denn die Nachfrage nach Kleingärten in Ballungszentren ist ungebrochen hoch. Aber auch hier gibt es regionale Unterschiede. In Großstädten im Rheinland, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen hat man teilweise schon nach einem halben bis einem Jahr eine Chance auf Übernahme einer grünen Parzelle. In Großstädten in Bayern und Baden-Württemberg muss man sich hingegen schon ganze vier bis sechs Jahre gedulden. In Berlin können gut und gerne bis zu sieben Jahre und in Hamburg bis zu acht Jahre vergehen.

Bundesweit nutzen insgesamt etwa fünf Millionen Kleingärtnerinnen und Kleingärtner inkl. Familienangehörige und Freunde die unter dem Schutz des Bundeskleingartengesetzes (BKleingG) stehenden Kleingärten regelmäßig zur Ausübung des aus unserer Sicht schönsten Hobbies der Welt. Dabei liegt der bundesweit durchschnittliche Pachtpreis für einen Kleingarten stabil bei sozialverträglichen 0,18 €/m² Kleingartenfläche pro Jahr. Nimmt man für die Berechnung der jährlichen Pachtkosten eine durchschnittlich große Parzelle von 370 m² als Grundlage, so sind einmal jährlich Pachtkosten in Höhe von etwa 66,66 Euro zu entrichten. Dank dieser moderaten Pachtpreise und der entsprechenden Regelung im BKleingG ist das Gärtnern in Kleingärten ein für jedermann erschwingliches Hobby mit viel Mehrwert.

Denn neben einem entspannten Ausgleich zum vielfach stressigen Alltag, wird in Kleingärten u.a. viel gesundes Obst und Gemüse angebaut und geerntet. Dass dabei der naturnahe Umgang mit den Kleingärten immer weiter an Bedeutung gewinnt, konnte der BDG anhand der Absatzzahlen seiner Broschüre „Naturnah gärtnern im Kleingarten“ ablesen. Seit ihrer Veröffentlichung Ende 2021 sind bis dato über 5.600 Exemplare über den Tisch gegangen. Ähnlich verhält es sich mit der Broschüre „Der Boden lebt – Bodenschutz im Kleingarten“, die bereits 9.000 Mal verkauft wurde.

Zum BDG-Shop geht’s hier entlang: https://kleingarten-bund.de/de/shop/broschueren/

Sandra von Rekowski, BDG

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