Kompost – das Gold des Gärtners

Warum eigentlich kompostieren? Das Kompostieren gibt uns Kleingärtnern die Möglichkeit, alle im Garten anfallende pflanzliche Substanz zu verwerten. Der daraus gewonnene Humus dient der Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit. Woraus besteht nun Kompost? 1) Aus Nährhumus: Dieser unterliegt einer schnellen Umsetzung im Boden und ist damit die wichtigste Nährstoffquelle für die Bodenorganismen. 2) Aus Dauerhumus: Er zersetzt sich wesentlich langsamer. Das bedeutet, dass über einen längeren Zeitraum Nährstoffe zur Verfügung stehen. Eine weitere Bedeutung des Dauerhumus besteht in der Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu binden, eine Krümelstruktur auszubilden und durch seine dunkle Farbe den Wärmehaushalt des Bodens positiv zu beeinflussen.

Was sollte kompostiert werden? Küchenabfälle sind wasserreich und strukturarm und sollten nicht mit anderen Stoffen vermengt werden, z.B. Zeitungspapier, Pappe, Topfpflanzen, Schnittblumen, verbrauchte Blumenerde etc.

Auch die tierische Komponente sollte beim Kompostieren nicht vergessen werden. Ich empfehle Rindermist, da er ein neutrales „Produkt“ ist. Man sollte auch den Rottelenkern etwas Aufmerksamkeit widmen. Da bei jedem Rotteprozess Stickstoff verbraucht wird, rate ich Hornspäne, Hornmehl oder Horngries zuzusetzen. Wenn viel Baum- oder Heckenschnitt verarbeitet wurde, sollte auch auf den pH-Wert geachtet werden! Ist der pH-Wert zu niedrig, gibt man Kalk hinzu.

Ziel der Kompostierung sollte sein, die organische Substanz und die in ihr gespeicherten Pflanzennährstoffe in den Naturkreislauf zurückzuführen und die positiven Wirkungen des Humus auf den Boden und Pflanze gezielt zu nutzen. Man beachte auch, dass der Kompost und seine darin enthaltenen Lebewesen durchaus in der Lage sind, im Boden lebende Schädlinge zu vernichten (phytosanitäre Wirkung).

Gerhard Friedrich – Gartenfachberater der Fachkommission des Stadtverbandes

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