Das war der 30. Tag des Gartens

V.l.n.r: Heiko Rosental, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung Sport; Ralf Dirk Eckhardt, Verbandsvorsitzender des Kreisverbandes Leipzig der Kleingärtner Westsachsen e.V.; Peter Kanis, Vorsitzender des Vereins der Kleingärtner "Am Kärrnerweg" e.V. und Robby Müller, Verbandsvorsitzender des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. - Foto: SLK

Der Tag des Gartens markiert den Höhepunkt des städtischen Kleingartenwesens, mit diesem Tag soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass jeder Verein, jedes Mitglied und jeder Kleingarten eine wertvolle und schützenswerte Bereicherung ist, an dem Menschen und Tierwelt gleichermaßen ein lebendigen Rückzugsort der Ruhe, Einkehr und Entspannung finden. Ohne die verantwortungsvolle, ehrenamtliche Tätigkeit verdienstvoller Kleingärtner wäre all dies nicht möglich, weshalb auch sie mit dem Tag des Gartens gewürdigt werden.

In diesem Jahr fand die dreißigste Auflage der Festivität im Verein der Kleingärtner “Am Kärrnerweg” e.V. statt. Mit seinen knapp 450 Parzellen verfügt der im Leipziger Stadtteil Stötteritz beheimatete Verein zu den größten Gartenanlagen der Stadt Leipzig. Die weitläufige Festwiese bot dabei nicht nur einen attraktiven Standort für die Bühne und Stände, mit denen sich die Gartenfreunde und ihre Unterstützer präsentierten, auch die nötigen Hygienebestimmungen konnten somit stets gewahrt werden.

Der 30. Tag des Gartens in Zeiten der Corona-Pandemie markierte gleichzeitig auch einen ersten Schritt, die soziale und Kulturelle Lücke zu schließen, die die von vielen Absagen und Einschränkungen geprägte Zeit geschaffen hatte. Zahlreiche Veranstaltungen waren in den letzten Monaten den unsicheren Umständen zum Opfer gefallen. Das war auch den Besuchern anzumerken, die sich zum einen in spürbarer Freude zeigten, dass “endlich wieder etwas los sei” und andererseits war doch eine von Vorsicht und Achtsamkeit geprägte Zurückhaltung zu spüren.

Die Bühne, auf der Festwiese des Vereines, hatte Verbandsvorsitzender Robby Müller zum Anlass genommen, darauf Aufmerksam zu machen, welch wichtiges und schützenswertes Gut die zahlreichen Kleingartenanlagen sind. Besonders in Zeiten von Pandemie-bedingter Isolation ist vielen Menschen der soziale und persönliche Wert eines eigenen Fleckchen Grüns wieder ganz besonder bewusst geworden. Auch Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport machte auf den sozialen Wert aufmerksam, den die Kleingärten für das Zusammenleben in einer Großstadt wie Leipzig besitzen.

Peter Kanis, Vorstandsvorsitzender des Vereins “Am Kärrnerweg” betonte seine Dankbarkeit allen engagierten Gartenfreunden und Unterstützern – im Besonderen den ehrgeizigen Helfern von Wabe e.V. und der Allfinanz Vermögensberatung. Tommy Brumm, Präsident des Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. (LSK) ließ als abschließender Redner mahnende Worte anklingen, in denen er das Thema des Klimawandels in den Mittelpunkt rückte, von dem auch der Kleingarten schon heute direkt betroffen sei.

In diesem Jahr wurden von der Stadt Leipzig wieder die schönsten Kleingartenanlagen ausgezeichnet. In der Kategorie unter 75 Parzellen gewann der Verein “Neuland-West”, In der Kategorie bis 200 Parzellen gewann der KGV “Schönauer Lachen” e.V. eine Urkunde. In der Kategorie über 200 Parzellen konnte der KGV “Gartenfreunde-Südost” e.V. die Auszeichnung und Prämie mit nach Hause nehmen. Alle Vereine konnten sich über eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro freuen.

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