29. Tag des Gartens – Der Höhepunkt eines turbulenten Gartenjahres

Auch für die Kleingärtnervereine in Leipzig dürfte 2020 wohl als ein bedeutsames Jahr in Erinnerung bleiben. Allen voran die Corona-Pandemie hat die Veranstaltungskultur und den Gemeinschaftssinn auf eine harte Probe gestellt. Gaststätten mussten schließen, Festlichkeiten und Versammlungen mussten deutlich nach hinten verschoben werden oder fielen gleich ganz aus. Mithilfe eines sorgfältig ausgearbeitenen Hygienekonzeptes gelang es zumindest, den 29. Tag des Gartens am 1. August stattfinden zu lassen. Austragungsort war in diesem Jahr der Kleingärtnerverein “Kultur” e.V., beheimatet im Leipziger Stadtteil Anger-Crottendorf.

Der Tag des Gartens markiert den Höhepunkt des städtischen Kleingartenwesens, mit diesem Tag soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass jeder Verein, jedes Mitglied und jeder Kleingarten eine wertvolle und schützenswerte Bereicherung ist, an dem Menschen und Tierwelt gleichermaßen ein lebendigen Rückzugsort der Ruhe, Einkeh und Entspannung finden. Ohne die verantwortungsvolle, ehrenamtliche Tätigkeit verdienstvoller Kleingärtner wäre all dies nicht möglich, weshalb auch sie mit dem Tag des Gartens gewürdigt werden.

Die Bühne, auf dem Festplatz des Vereines, hat Verbandsvorsitzender Robby Müller zum Anlass genommen, darauf Aufmerksam zu machen, welch wichtiges und schützenswertes Gut die zahlreichen Kleingartenanlagen sind. Besonders in Zeiten von Pandemie-bedingter Isolation und Kontaktbeschränkung ist vielen Menschen der soziale und persönliche Wert eines eigenen Fleckchen Grüns wieder ganz besonder bewusst geworden. Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport machte auf die klimatische Veränderung aufmerksam, durch die sich eine Großstadt wie Leipzig immer weiter aufheizt. Grüne Flächen wie die der Gartenparzellen, kommen somit einer ganzen Stadt zugute, da sie für Abkühlung sorgen und einen wichtigen Rückzugsort markieren. Holger Große, Vorsitzender der “Kultur” e.V. bedankte sich vorallem bei seinen Gartenfreunden und der Unterstützung seitens des Stadtverbandes und der Stadt Leipzig.

Preise wurden am 29. Tag des Gartens selbstverständlich auch verliehen. Beim Wettbewerb zum “Naturnahen Kleingarten 2020” konnte Gartenfreundin Peggy Koch den ersten Platz gewinnen. Laut Jury gilt ihre Parzelle im Verein “Neuland West” e.V. als der beste naturnahe Kleingarten Leipzigs. Dicht gefolgt von der Zweitplatzierten Yvonne Penter aus dem Verein “An der Dammstraße” und der Drittplatzierten Anne Schubert aus der “Marienhöhe”.

Die einzelnen Kleingartenvereine würden ohne das engagierte und stetige Tun zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiter nicht funktionieren. Der Tag des Gartens ist auch der Anlass, drei Ehrenamtler, die sich langer und besonders guter Mitarbeit verdient gemacht haben, auszuzeichnen. Marlies Ehrke aus dem Kleingärtnerverein “Ostvorstadt”, Michael Wolf aus dem KGV “Finkenweg” und Ursula Feld vom KGV “Elsterbogen” wurden für ihr ehrenamtliches Engagement gewürdigt und ausgezeichnet.

Das war der 29. Tag des Gartens

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