Über den Gartenzaun gefragt: Schnecken im Gemüsebeet

Bild von István Mihály auf Pixabay
Bild von István Mihály auf Pixabay

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Liebe Gartenfreunde, jedes Jahr das gleiche „Spiel“: Mitte Mai säen die Kleingärtner Blumen, Gemüse und Salat an oder setzen Jungpflanzen in ihrer Parzelle. Doch über Nacht ist der Traum von prächtigen Pflanzen dahin – weggefressen von einem Heer brauner Schnecken. Sie schädigen im Garten Samen, Stängel, Blätter, Früchte und auch Wurzeln. Gehäuseschnecken fressen nur verrottete Substanzen und sogar die Eier der Nacktschnecken. Natürliche Feinde der Schnecken sind: Amseln, Kröten, Igel und Spitzmäuse. Aber wieso kommen sie überhaupt in unseren Garten?

Dafür gibt es eine einfache Erklärung, Schnecken sind feuchtigkeitsbedürftig und besitzen keinen guten Verdunstungsschutz. Die Austrocknungsgefahr zwingt sie deshalb nachts aktiv zu sein. Nach Bepflanzung gießt man seine Pflanzen reichlich und genau das ist der Grund für das massenhafte Auftreten der Schnecken. Denn diese feuchte Umgebung ist geradezu ideal für diese Spezies.

Die Tatsache, dass diese kleinen Plagegeister nachtaktiv sind, erklärt wieso sie über Nacht einen kompletten Garten zerstören können. Unser Hauptproblem ist die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus), die aus dem Mittelmeerraum stammt und vor ungefähr 50 Jahren nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde. Wie können wir die Schnecken bekämpfen?

Hier einige Tipps: Gemüsebeeten grundsätzlich einen offenen, sonnigen Platz im Garten geben. Durch häufige Bodenbearbeitung sowie die richtige Gießtechnik (nur im Wurzelbereich gießen), den Boden feinkrümlig und trocken halten. Regelmäßiges Absammeln der Schnecken. Gut bewährt hat sich das Auslegen von Brettern, unter denen sich Schnecken verstecken. Mögliche Rückzugsstellen für diese Kriechtiere beseitigen. Inzwischen gibt es in Baumärkten Schneckenzäune zu kaufen. Man kann auch Lockpflanzen auspflanzen, z.B. Tagetes.
Die letzte Methode wäre das Schneckenkorn: Dabei sollte unbedingt auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Eisen-III-Phosphat (Ferramol) wird gefressen, wirkt zellverändernd und stoppt sofort den Fraß der Schnecke. Diese zieht sich dann in ihr Versteck zurück, um dort zu verenden. Somit hat der Gärtner keine weitere Arbeit. Nach dem Streuen das Schneckenkorn leicht befeuchten. Viel Erfolg beim Schneckenjagen.

Gemüsegarten: Im August ist der Gurkenernte besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die Ernteerfolge richten sich nach dem Verwendungszweck der Früchte. Für die Nutzung als Gewürz oder Dillgurken erntet man sie in der Größe von 6 bis 9 cm. Die Verwendung kleinerer Früchte erfordert ein häufiges Ernten. Dies geschieht aller zwei bis drei Tage, weil die Früchte schnell dick werden und dann sehr an Qualität verlieren. Ich wurde oft gefragt, warum die Freilandgurken bitter sind? Manchmal werden sie, vor allem in der Nähe des Stiles, bitter. Ursache ist häufig das Gießen mit zu kaltem Wasser oder Wassermangel. Auch kalte Nächte kann die Bitterkeit entstehen lassen. Übrigens gibt es mittlerweile bitterfreie Züchtungen im Handel.

Wer die Knospen und Früchte der Kapuzinerkresse als Kapern einlegen will, darf den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Die Knospen müssen zwar ausgewachsen, aber noch ganz fest sein. Die Früchte sind zu ernten, solange sie noch unreif und völlig grün sind.

Feldsalat säen: Für die Herbsternte vorgesehenen Feldsalat bis spätestens Mitte des Monats in ein sonniges Beet säen. Saattiefe: 1 bis 1,5 cm.

Fenchelsamen sind erntereif, sobald sie hellbraun werden und bei leichten Berührungen abfallen. Ganze Dolden schneiden und auf einem Tuch nachtrocknen.

Obstgarten: Im August erhalten abgeerntete Erdbeeren die Hauptdüngung. Vor der Düngung ist es ratsam, den alten vertrockneten Blattkranz zu entfernen. 50 bis 60 g Volldünger je m² oder organischer Beerendünger werden Anfang August verabreicht und in den Boden eingearbeitet.

Ziergarten: Fast alle abgeblühten Stauden kann man Ende August teilen und umpflanzen. So haben sie bis zum Herbst genügend Zeit zum Einwurzeln und überstehen den Winter gut.

Bis zum nächsten Monat, der „Garten-Olaf“

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