Über den Gartenzaun gefragt: Hochbeet im Kleingarten

Bild von Andreas Göllner auf Pixabay
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Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“

Das Heutige Thema Hochbeet im Kleingarten. Bei der HGF – Messe war ein hohes Interesse am Hochbeet, das wir präsentiert haben. Zunächst muss geklärt werden, was soll ein Hochbeet eigentlich bringen?

Als erstes ein rückenschonendes Arbeiten. Dazu sollte das Hochbeet eine Arbeitshöhe von 0,80 m Wandhöhe haben. Es hat viel mehr Vorteile als beim Anbau in bodennaher Kultivierung. Auf dem Hochbeet wirken die fünf Elemente Licht, Wasser, Luft, Temperaturen und Nährstoffversorgung.  Temperaturen von 70 bis 80 Grad im Inneren lassen die Pflanzen viel besser wachsen. Sie können   enger ausgesät werden, weil sie mehr Licht und Luft bekommen.  Die Wasserversorgung muss allerdings ständig gesichert werden. Besonders Augenmerk bedarf die Nährstoffversorgung. Der hohe Ertrag der Hochbeete beruht vor allem auf den unteren Bodenschichten, die aus Gartenabfällen wie Ästen und Laub bestehen. Die aufsteigende Wärme erhöht die Bodentemperaturen um bis zu fünf bis acht Grad Celsius. Die Pflanzen wachsen schneller und die Anbausaison dauert länger. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sein Hochbeet nach Lust und Liebe bepflanzen kann. Wärme liebende Kulturen wie Kürbis, Melonen und Zucchini gedeihen am besten.

Der absolute Vorteil ist die Schädlingsbekämpfung. Man kann die Schädlinge viel besser erkennen und schneller reagieren. Auf dem Hochbeet haben es z.B. die Schnecken wesentlich schwerer als in bodennaher Kultivierung.

Mit dem Hochbeet können schlechte Bodenverhältnisse im Garten, wie z.B. Staunässe, extreme Verwurzlung und durch Überschwemmungen verursachte Schäden umgangen werden. Die Bodenbearbeitung auf dem Hochbeet ist sehr rückenfreundlich. So muss man sich z.B. beim Hacken zwischen den Pflanzen und dem Entfernen von Wildkräutern nicht bücken.

Da es im April noch andere Arbeiten zu verrichten sind, schreibe ich in der nächsten Ausgabe noch etwas zum Aufbau eines Hochbeetes.

Im Gemüsegarten kann jetzt fast alles gesät werden. Für Rosenkohl und Grünkohl ist Anfang Mai der letzte Termin. Auch Zwiebeln und Schalotten sollten nicht später in die Erde. Vorhandene Lücken auf den Beeten können mit schnell wachsendem Gemüse, wie Spinat, Radieschen und Salat geschlossen werden. Selbst empfindliche Pflanzen, wie Gurken oder Bohnen dürfen ausgesät werden, da die ersten Blätter sich erst nach den Eisheiligen durch den Boden schieben. Gegen Ende Mai werden späte Möhren, Winterlauch und früher, schossfester Fenchel gesät. Ansonsten werden vorgezogene Pflänzchen, wie Lauch, Kohlrabi, Sellerie, Salate und Kohl abgehärtet und in den warmen Boden ausgepflanzt. Zucchini, Tomaten und Paprika dürfen erst nach den Eisheiligen gesetzt werden. In rauen Lagen kommen erst Anfang Mai die Kartoffeln in die Erde. In wärmeren Gebieten kann man die Frühkartoffeln dagegen schon leicht anhäufeln. 

Eine Hauptbeschäftigung der nächsten Zeit ist das Unkrautjäten. Es ist unbedingt notwendig, damit sich die noch jungen Gemüsepflanzen ungestört entwickeln können. Bei Möhren und Rote Beete kommt es häufig vor, dass die Reihen zu dicht auflaufen. Zupfen Sie in regelmäßigen Abständen zu dicht wachsenden Pflänzchen heraus. Bei früher Aussaat oder Aussaaten im Frühbeet und Gewächshaus können schon Salate, Radieschen und Kräuter geerntet werden.

Mitte Mai bis Ende Juni ist die Zeit für den Sommerriss an unseren Obstbäumen. Dabei werden alle Neutriebe, die wir am Obstbaum nicht haben wollen, gerissen. Man reist bei dieser Methode die schlafenden Augen mit heraus. An dieser Stelle wächst dann vorläufig kein neuer Trieb.

So, liebe Gartenfreunde das wäre es für diesen Monat, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Gartenarbeit.

Euer Garten-Olaf

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