Gemüsevielfalt im Kleingarten – Gelbe Bete

Michel Chauvet - CC BY-SA 3.0

Bei einem Spaziergang durch unsere Gartenanlage habe ich auf den Nutzflächen immer wieder die gleichen Gemüsearten gesehen, vor allem Tomaten, Kohlrabi, Bohnen, Gurken und Möhren. Offensichtlich sind weitere schmackhafte Gemüsearten in Vergessenheit geraten. Einiges ist nicht einmal in Supermärkten zu finden. Andererseits fragen mich immer wieder Gartenfreunde nach unbekannten oder neuen Gemüsearten.

Einige weniger bekannte Gemüsearten oder – Sorten werden in der Serie „Gemüsevielfalt” vorgestellt:

Gelbe Bete sind Pflanzen, die kleine, runde Sprossknollen haben, die raschwüchsig und ertragreich sind (manche sagen auch „gelbe Rüben”, aber diese werden wieder mit Möhren verwechselt). Wie der Name schon sagt, Gelbe Bete haben Knollen mit leuchtend gelb–oranger Schale und gelb geringeltem, süßlichem Fruchtfleisch, das nicht blutet.

In der „Rote-Rüben–Hula-Hoop-Mischung” ist die Sorte „Burpees Golden” enthalten (Quedlinburger Saatgut). Bei der Firma Sperli (Bauhaus) gibt es das Saatgut auch sortenrein. Gelbe Bete sollten einen sonnigen Standort haben. Der Boden ist am besten humos und locker. Die Pflanzen sind Mittelzehrer. Von April bis Juni erfolgt die Aussaat, die Saattiefe ist 3 cm. Die Aussaat sollte angedrückt und feucht gehalten werden. Bei 12 bis 20°C benötigt der Samen 10 bis 16 Tage zum Auflaufen. Danach sollten die Jungpflanzen auf 10 cm verzogen und der Boden mit flachem Hacken unkrautfrei gehalten werden. Der Boden sollte weiter feucht bleiben.

Je nach Aussaattermin (Vorkultur im Gewächshaus oder Frühbeet ist möglich) wird Gelbe Bete von August bis Oktober mit einem Durchmesser ab 10 cm geerntet. Vielen Gartenfreunden sind die nicht unähnlichen Rote Beete bekannt, die im Gemüseregal verzehrfertig angeboten werden. Wie Rote Beete, kann Gelbe Bete gekocht, als Salatgemüse, als Saft oder als Nasskonserve zubereitet werden. Das Einlagern der Knollen ist auch gut möglich.

Gartenfachberater Edgar Schmitt – KGV „Alt Schönefeld”

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