Kommunikationsseminar des SLK

Foto: SLK - Dr. Wolfgang Preuß
Foto: SLK - Dr. Wolfgang Preuß

Mit insgesamt 40 Teilnehmern fand am 3. und 5. 5eptember ein geplantes Kommunikationsseminar des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) statt. Referent war Dr. Wolfgang Preuß.

Er führte verständlich und praxisverbunden durch die Veranstaltungen.  Als wichtige Erkenntnis wurde deutlich, dass Konflikte zum Alltag in jedem Verein dazugehören. Denn im Kleingartenverein (KGV) treffen unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Vorstellungen, Interessen und Lebensweisen aufeinander. Werden damit entstehende Meinungsverschiedenheiten nicht geklärt, entwickeln sich daraus Konflikte.

Für Vereinsvorstände ist der Umgang mit Konflikten eine sehr wichtige Aufgabe. Viele Auseinandersetzungen entstehen nicht wegen vorhandenen Problemen, sondern durch schlechte Kommunikation, ungeklärten Missverständnissen oder fehlende Informationen.

Besonders häufig entstehen Konflikte bei Themen, die zur Durchsetzung der zutreffenden gesetzlichen Regelungen und Beschlüsse (z.B. Bundeskleingartengesetz, Kleingartenordnung usw.) zu beachten sind. Die Art und Weise der Auseinandersetzung ist meistens der Auslöser für einen viel tiefer liegenden Konflikt. Vorstände sollten deshalb nicht nur auf den Anlass der Auseinandersetzung sehen, sondern versuchen die Hintergründe zu verstehen. Das funktioniert meistens nicht mit Online- Veranstaltungen.

Kommunikation ist das wichtigste Mittel zur Konfliktvermeidung.  Die Vereinsmitglieder akzeptieren Entscheidungen eher, wenn sie nachvollziehen können, warum Regeln gelten oder Maßnahmen notwendig sind.

Um das zu erreichen, sollten Vorstände regelmäßig informieren – nicht erst dann, wenn Probleme auftreten. (dazu kann die moderne Technik sehr hilfreich sein).

Wichtig ist dabei eine klare und verständliche Sprache. Formulierungen sollten sachlich und respektvoll sein. Belehrende Aussagen führen öfter zu Widerstand.

Auf was dabei zu achten ist und wie es gemacht werden sollte, hat Dr. Preuß sehr ausführlich dargelegt. Vorstände sollten neutral bleiben und beide Seiten anhören. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, Gewinner und Verlierer zu bestimmen, sondern Lösungen zu ermöglichen. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Vorstandsmitglieder dazu in der Lage sind.

Sie müssen die gesetzlichen Regelungen kennen und richtig anwenden, sowie Zusammenhänge und Konsequenzen erläutern können.

Dazu sind in den jährlichen Arbeitsplänen des SLK konkrete Qualifizierungsmaßnahmen für Vereinsvorstände festgelegt, zu deren Teilnahme sie eingeladen werden. (z.B. Tagesseminar „Vereinsführung und -recht“ am 10.10.2026 u.a.)

Schlussfolgerung: Konflikte lassen sich im Verein nicht vollständig vermeiden. Wichtig ist jedoch, wie mit ihnen umgegangen wird.  Für die Vorstände bedeutet das, nicht nur Regeln durchzusetzen, sondern aktiv das Miteinander zu fördern. Wer offen kommuniziert, schafft Vertrauen und stärkt die Gemeinschaft im KGV nachhaltig. -gm

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