Mitmachen beim Artenschutzprojekt Käferkasten

Im Rahmen des Projekts GIFT begleitet das Aufbauwerk Leipzig ein Vorhaben zur Förderung der biologischen Vielfalt in Leipziger Kleingärten. Beteiligt sind andere europäische Länder. Fachlich betreut wird das Projekt durch den Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz e. V., der seine langjährige Erfahrung im Artenschutz und in der Förderung holzbewohnender Käferarten einbringt.

Herzstück des Projekts sind Käferkästen – speziell entwickelte Bruthilfen aus Eichenholz, die seltenen holzbewohnenden Käferarten, wie dem Eremiten (Juchtenkäfer), geeigneten Lebensraum bieten. Zugleich entstehen wertvolle Strukturen, von denen zahlreiche andere Insekten, Fledermäuse und Kleinsäuger profitieren.

Die Käferkästen sind etwa 1,20 m hoch sowie 40 cm breit und tief. Sie lassen sich öffnen, sodass sie über viele Jahre gepflegt und bei Bedarf mit geeignetem Material nachgefüllt werden können. Voraussetzung ist ein sonniger Standort. Die Kästen sollten möglichst erhöht angebracht werden; z.B. mit einem baumschonenden Befestigungssystem an einem kräftigen Baum (ab ca. 40 cm Stammdurchmesser). Geht das nicht, ist auch ein Platz an einem Gebäude geeignet, hier mit passendem Fuß.

Die Käferkästen sind auf langfristige Nutzung ausgelegt. Idealerweise bleiben sie sechs bis zehn Jahre an ihrem Standort. Ein bis zwei Kontrollen im Jahr reichen aus, um den Zustand zuprüfen, bei Bedarf Feuchtigkeit zu erhalten oder Material nachzufüllen.

Besonders geeignet sind Gemeinschaftsflächen in Kleingartenanlagen, auf denen sich mehrere Gartenfreunde gemeinsam um den Kasten kümmern können. Aber auch Privatgärten mit den passenden Voraussetzungen kommen infrage.

Für das Projekt werden engagierte Vereine und Kleingärtner gesucht, die einem Käferkasten ein dauerhaftes Zuhause geben möchten.

Dank Förderung beträgt die Eigenbeteiligung lediglich 19 Euro, obwohl der tatsächliche Wert eines Käferkastens bei rund 115 Euro liegt.