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	<title>Naturnah Gärtnern &#8211; Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V.</title>
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	<title>Naturnah Gärtnern &#8211; Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V.</title>
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		<title>Naturnah gärtnern:  Engerlinge im Gartenboden II</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-engerlinge-im-gartenboden-ii/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2020 09:57:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Engerlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
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<p>Engerlinge haben einen schlechten Ruf, der nicht in jedem Fall gerechtfertigt ist. Denn tatsächlich können sie von Nutzen sein. Verbreiten sie sich im Garten rasant, müssen aber passende Mittel und Maßnahmen zum Einsatz kommen. Und mit diesen kann man auf aggressive chemische Produkte in fast allen Fällen verzichten.</p>



<p>Fadenwürmer, auch Nematoden genannt, sind unterschätzte Helfer im Kampf gegen Engerlinge. Dabei sind sie kostengünstig, natürlich und im Einsatz unschlagbar einfach.</p>



<p>Sie müssen lediglich, meist mit einem Tongranulat, zunächst mit Wasser versorgt und dann in dem gewünschten Bereich ausgebracht werden. Von diesem Punkt an erledigen sie die Arbeit vollkommen selbstständig. Die Nematoden befallen die Engerlinge und vernichten sie unbemerkt unterhalb der Oberfläche. Zudem richten sie keinerlei Schaden an und sind für andere Tiere und den Menschen vollkommen ungefährlich.</p>



<p>Für Vögel, Igel, Maulwürfe, Marder und Mäuse sind Engerlinge eine saftige Köstlichkeit. Und für diese lohnt es sich durchaus, im Boden zu graben. Gerade nach starken Regenfällen, wenn die Erde aufweicht, graben sich die Engerlinge nach oben und sind dann einfach zu finden. Die genannten Nützlinge zeigen das durch zahlreiche Löcher in Rasen und Beeten an.</p>



<p>Wollen sich die tierischen Nützlinge nicht einfinden, können auch Pflanzen eingesetzt werden. Als besonders nützlich haben sich Rittersporn und Geranie erwiesen. Denn diese werden von den Engerlingen nicht verschmäht, wirken auf sie aber giftig.</p>



<p>Daher ist es günstig, sie in großer Anzahl in den Garten zu setzen. In der Wirkung nicht giftig aber abschreckend und damit vorbeugend ist Knoblauch. Diesem kommt zugute, dass er vor und nach der Blüte unauffällig ist. Dadurch kann er problemlos und ohne optisch aus dem Rahmen zu fallen großzügig im Garten verteilt werden und sticht kurz geschnitten sogar auf dem Rasen kaum heraus.</p>



<p>Wer einen Befall mit Engerlingen bemerkt oder aufgrund zahlreicher Käfer befürchtet, kann sich mit Fallen behelfen. Diese können problemlos selbst hergestellt werden und erfordern nur wenig Aufwand. Sind dabei aber sehr effektiv.</p>



<p>Für die Engerling-Fallen werden gewöhnliche Wassereimer oder große Übertöpfe benötigt.</p>



<p>Diese sind mit Kompost oder Pferdemist zu füllen. Dabei sollte ein geringer Abstand zwischen Inhalt und oberem Rand eingehalten werden. Etwa eine Handbreite reicht aus.</p>



<p>Die so gefüllten Eimer müssen in ungefähr 40 bis 60 cm Tiefe vergraben werden. Das ist zunächst&nbsp; vor allem bei mehreren Fallen&nbsp; mit einem recht hohen Arbeitsaufwand verbunden, wird nach dem anfänglichen Ausheben aber einfacher.</p>



<p>Nach dem Einsetzen wird Erde aufgeschüttet. Die Stellen sollten markiert werden, damit die Fallen später leicht wiedergefunden werden können. Optimal sind Steinkreise, die den Umriss des Eimers nachformen.</p>



<p>Der ideale Zeitpunkt für das Einsetzen solcher Fallen ist das Frühjahr, zwischen April und Mai. Im folgenden Jahr sollten Sie die Eimer ebenfalls im Frühjahr wieder entfernen, geleert und frisch füllen. In milden Jahren ist eine Leerung im Herbst die bessere Wahl.</p>



<p>Sinn dieser Engerling-Fallen ist es, die Käferlarven mit dem nährstoffreichen Inhalt anzulocken. Während des ersten Jahres ist eine Ernährung durch Wurzeln für die Larven noch nicht möglich, weswegen sie in großen Zahlen im Eimer verbleiben. Auf diese Weise können sie simpel ausgehoben werden. Alljährliches Umgraben kann damit umgangen werden.</p>



<p>Der Nutzen der Engerlinge, wenn er auch auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, sollte nicht unterschätzt werden.<br>So sorgen die Larven dafür, dass sich Kompost schneller zersetzt und zu nutzbarer Erde wird. Vor allem die Engerlinge des Rosen- und Nashornkäfers ernähren sich ausschließlich von totem organischem Material und sind dadurch wichtige Reiniger und Resteverwerter in der Umwelt. Und im Garten.</p>



<p>Durch ihre Vorliebe für Löwenzahn und andere krautige Pflanzen können sie zudem Unkraut von der Wurzel aus bekämpfen. Selbst wenn sie sich auf Gras und Baumwurzeln stürzen, sorgen sie auf dem Weg dahin für auflockernde und belüftende Gänge.<br>Aus diesen Gründen ist es also gar nicht erforderlich oder sinnvoll, jeden Engerling aus dem Garten zu entfernen. Erst wenn die Anzahl überhandnimmt, sind entsprechende Gegenmaßnahmen notwendig.</p>



<p>Fortsetzung folgt !</p>



<p><em><strong>Erik Behrens</strong></em><br><em><strong>Gartenfachberater der Gartenfachkommission des SLK und zertifizierter Pflanzendoktor / LSK</strong></em></p>
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			</item>
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		<title>Naturnah gärtnern:  Engerlinge im Gartenboden</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-engerlinge-im-gartenboden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2020 12:11:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
		<category><![CDATA[Pilze]]></category>
		<category><![CDATA[Shiitake]]></category>
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<p>Liebe Gartenfreunde,</p>



<p>in&nbsp; dieser Gartensaison wurden sehr häufig Anfragen zu Engerlingen ( Käferlarven ) im Gartenboden gestellt. Anlass auf das Thema einzugehen.</p>



<p>Bei Engerlingen handelt es sich um die Larven bestimmter Käferarten. Darunter Maikäfer und Junikäfer, die zu den bekanntesten Blatthornkäfern zählen. Im Larvenstadium erreichen sie eine Länge von bis zu sechs Zentimetern und sind sehr dick. Ihre Körper sind hell, gräulich, bräunlich oder gelblich. Der Kopf und die Beine sind dunkler. Diese können eine braune, orangefarbene oder sogar schwarze Färbung aufweisen.</p>



<p>Engerlinge leben im Boden. Hier graben sie Gänge und ernähren sich zunächst von reichhaltigem Humus. Je älter und damit größer sie werden, desto mehr verlagert sich die Lebensgrundlage. So fressen sie erst zarte Wurzeln von Gräsern und Kräutern. Kurz vor der Wandlung zum ausgewachsenen Käfer stehen fast ausschließlich Baumwurzeln auf dem Speiseplan.</p>



<p><strong>Woran sind die Larven zu erkennen?</strong><br>Weil Engerlinge bis zu vier Jahre als Larve im Boden leben und selbst nach der Verpuppung zum Käfer noch für einige Monate im Substrat zu finden sind, können sie kleinen und großen Pflanzen erheblichen Schaden zufügen. Dieser fällt jedoch meist erst dann auf, wenn die Pflanzen eingehen und aufgrund der fehlenden Wurzeln nicht mehr zu retten sind.<br>Ein zufälliges Entdecken der Engerlinge ist nur beim Umgraben möglich. Die ausgewachsenen Käfer fallen hingegen schneller im Garten auf.</p>



<p><strong>Den Käfern und Larven vorbeugen</strong></p>



<p>Der beste und wirksamste Schutz gegen Engerlinge ist die Verhinderung eines Befalls. Hierzu stehen&nbsp; zwei Maßnahmen zur Verfügung. Zum einen das Löschen der nächtlichen Beleuchtung. Denn die betreffenden Käfer werden von den Lichtquellen im Dunkeln angezogen und zur Eiablage in deren Umgebung angeregt.</p>



<p>Kann die Beleuchtung nicht verhindert werden, beispielsweise weil es sich um öffentliche Laternen handelt oder der Garten in Stadtnähe liegt und daher nie völlig dunkel ist, existiert noch eine zweite Möglichkeit.</p>



<p>Hierbei handelt es sich um das Auslegen von Insektenschutznetzen. Über Beete ausgebreitet sollten diese vor allem blankes Erdreich bedecken und den Komposthaufen schützen. Denn hier werden sich die Käfer zur Eiablage vornehmlich einfinden.<br>Ganzjährig ist das nicht notwendig. Lediglich in der Flugzeit der Käfer von Mai bis Juni. Und das auch nur dann, wenn in der Umgebung zahlreiche Exemplare zu finden sind.</p>



<p><strong>Alternative Prävention</strong></p>



<p>Wer weder auf die abendliche Beleuchtung verzichten noch Beete in Netze hüllen möchte, hat noch weitere natürliche Schutzmöglichkeiten. Dazu gehören:</p>



<p>Tiefgehende Rasenkantensteine</p>



<p>Wurzelschutzgitter</p>



<p>Engmaschige Drahteinlagen</p>



<p>Das regelmäßige Vertikutieren des Rasens</p>



<p>Gründliche Gartenpflege</p>



<p>Das regelmäßige Vertikutieren des Rasens lockert den Boden auf und macht ihn dadurch weniger anziehend für die Käferlarven. Gleiches gilt für die gründliche und grundlegende Gartenpflege. Dazu sollte Unkraut gejätet und sämtliche abgestorbenen Pflanzenteile vernichtet werden. Das Harken von Laub und die manuelle Auflockerung des Erdreiches helfen ebenfalls.</p>



<p>Fortsetzung folgt !</p>



<p><em><strong>Erik Behrens</strong></em><br><em><strong>Gartenfachberater der Gartenfachkommission des SLK und zertifizierter Pflanzendoktor / LSK</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Naturnah gärtnern:  Richtig Gießen</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-richtig-giessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2020 12:01:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
		<category><![CDATA[nlinteressantjuni]]></category>
		<category><![CDATA[Pilze]]></category>
		<category><![CDATA[Shiitake]]></category>
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					<description><![CDATA[die Wetterprognosen sagen auch für das Gartenjahr 2020 trockenes und heißes Sommerwetter voraus. Das heißt für uns Kleingärtner „umdenken“ beim Wasserverbrauch. Das Motto &#8222;Viel hilft viel&#8220; gilt beim Gießen nicht, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>die Wetterprognosen sagen auch für das Gartenjahr 2020 trockenes und heißes Sommerwetter voraus. Das heißt für uns Kleingärtner „umdenken“ beim Wasserverbrauch.</p>



<p>Das Motto <em>&#8222;Viel hilft viel&#8220;</em> gilt beim Gießen nicht, im Gegenteil. Falsches Gießen verursacht unnötige Kosten und fügt den Pflanzen Schaden zu. Richtiges Wassermanagement ist jetzt gefragt. Wenn wir einige Regeln beachteten bei der Wasserversorgung unserer Pflanzen können wir das Problem zwar nicht beseitigen, aber auf ein Minimum reduzieren.</p>



<p>Zuerst sollte aber die Grundlage zum Einsparen von Wasser geschaffen werden. Durch Mulchen (Abdecken der Beete mit Pflanzenmaterialien) schaffen wir eine wichtige Voraussetzung. Als Mulchmaterial &nbsp;werden die üblich im Kleigaren anfallenden Pflanzenreste wie Rasenschnitt oder feines Häcksel verwendet. Häckselgut sollte aber schon angerottet sein.&nbsp;</p>



<p>Ein weiteres hervorragendes Mulchmaterial ist Schafwolle. Diese enthält Nährstoffe, die infolge biochemischer Prozesse durch die Mikroorganismen für die Pflanze in aufzunehmende Nährstoffe umgewandelt werden. Sie ist aber nicht so einfach verfügbar</p>



<p>Der Boden bleibt locker und heizt sich in den Sommermonaten weniger auf. Eine Mulchdecke dient als gute Verdunstungssperre. Wasser dringt schneller in den Boden ein, verdunstet aber sehr langsam. Eine Mulchschicht verhindert die Verdichtung des Bodens durch starken Regen oder direktes &nbsp;Gießen.</p>



<p>Optimal für Pflanzen ist es, wenn die Beete alle paar Tage reichlich gegossen werden. Auf diese Weise bilden die Pflanzen tiefreichende Wurzeln und überstehen Trockenzeiten besser. Nach und nach können so die Gießintervalle vergrößert werden und Sie sparen dadurch Wasser und Zeit.</p>



<p>Gießen Sie stets am frühen Morgen oder abends. Besser ist es morgens, denn zu diesem Zeitpunkt ist der Boden kühler als abends. Auf einem „aufgeheizten“ Untergrund verdunstet Wasser wesentlich schneller als auf einem kühleren.</p>



<p>Pflanzen, wie Rosen, Gurken, Kopfsalat oder Tomaten sollten nach Möglichkeit nicht mit Gießwasser direkt in Berührung kommen. Stattdessen gießen Sie vorsichtig mit der Gießkanne&nbsp; von der Seite. Die Gießwassertemperatur sollte mit der Bodentemperatur in etwa übereinstimmen. Für diese Pflanzen stellen sie besser abgestandene Gießwasser bereit.</p>



<p>In den heißen Sommermonaten kann es passieren, dass Ihr Regenwasser im Fass oder Gießwasserbehälter anfängt unangenehm zu riechen. Durch Belüften des Wassers werden an &nbsp;Bakterien vernichtet und die Mikroorganismen, welche die Wasserqualität erhalten, gefördert. Bei Bedarf hilft auch ein wenig Gartenkalk im Wasserfass, um den Geruch zu binden.</p>



<p>Da immer wieder Trockenperioden zu erwarten sind, sollten auch wassersparende Bewässerungsanlagen eingesetzt werden. Tröpfchenbewässerung, Osmoseschlauch sind zum Beispiel clevere Alternativen und sind im Gartencenter und Baumärkten erhältlich, sie sind schnell montiert und über viele Jahre einsetzbar.</p>



<p><em><strong>Erik Behrens</strong></em><br><em><strong>Gartenfachberater der Gartenfachkommission des SLK und zertifizierter Pflanzendoktor / LSK</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Naturnah gärtnern:  Erfahrungen über die Zucht von Shiitake-Pilzen im Kleingarten</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-gemueseanbau-im-kleingarten-noch-modern-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 09:42:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
		<category><![CDATA[Pilze]]></category>
		<category><![CDATA[Shiitake]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen und Vorgehensweise bei der Anzucht von oben genannten japanischen Speisepilzen von sehr gutem Geschmack weitergeben. Sicher kann man dieses und jenes vielleicht noch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen und Vorgehensweise bei der Anzucht von oben genannten japanischen Speisepilzen von sehr gutem Geschmack weitergeben. Sicher kann man dieses und jenes vielleicht noch besser praktizieren. Am Ende habe ich jedoch guten Erfolg mit dieser Vorgehensweise und die Pilze sind gewachsen!</p>



<p><strong>Material:</strong></p>



<p>Vor drei bis vier Jahren habe ich mir Pilzbrut in Form beimpfter Hartholzdübel (wie sie im Möbelbau verwendet werden) per Internet bestellt. Sie sind in Folienbeutel verpackt und sind reifartig (wie von „Camembert“) überzogen mit Myzel. Diese wurden in Eichenholzstämme eingeschlagen. Eichenholz eignet sich am besten. Aufgrund des hohen Aufwandes an Arbeit und Zeit bis zur Ernte würde ich von Experimenten mit anderen Holzarten abraten.</p>



<p>Die Bestellmenge der Dübel richtet sich nach Anzahl, Länge und Stärke der Holzstämme und sollte vorher in etwa berechnet werden (siehe unten: „Beimpfen der Eichenholzstämme“). Nach dem Anwachsen des Myzels ist nach rund einem Jahr mit den ersten Pilzen zu rechnen. Je nach Witterung kann dies auch länger dauern, wobei es besonders auf die Feuchtigkeit ankommt. Förderlich ist auf jeden Fall eine Berieselung bei großer Trockenheit, doch ist dies keine Bedingung.</p>



<p>Die Eichenholzstämme bzw. Eichenäste sollten an der dünnsten Stelle noch ca. 10 cm Durchmesser haben und zwischen ein und zwei Meter lang sein. Frisch geschlagenes Holz ablagern, mindestens sechs Monate an einem schattigen Ort auf dem Boden, am besten im Gras liegend. In frischem Grünholz wachsen die Pilze schlechter an. Je nach Stärke des Holzes kann man mit über acht Jahren Erntezeit rechnen. Dann verbraucht der Pilz das Holz langsam, so wird es beschrieben. Deshalb gehe ich davon aus, nunmehr noch mindesten fünf Jahre lang ernten zu können.</p>



<p><strong>Beimpfen der Eichenholzstämme:</strong></p>



<p>Ich habe am Stamm längs vier Reihen angezeichnet (als wollte man ihn vierteilen) und &#8211; im Abstand von 15 bis 20 cm jeweils versetzt &#8211; ein Loch gebohrt. Die Bohrung sollte nur leicht tiefer und annähernd genauso stark wie die Dübel sein.</p>



<p>Die Impfdübel wurden mit dem Gummihammer eingeschlagen und sollten bündig mit der Außenkante des Holzstammes abschließen sowie fest im Holz sitzen, denn sie dürfen nicht austrocknen. Deshalb wird zusätzlich an dieser Stelle mit flüssigem Wachs mittels Pinsel eine Versiegelung vorgenommen. Hierzu habe ich alle Kerzenreste in einem alten Topf langsam auf einer Kochplatte im Freien erhitzt. Vorsicht! Das Wachs nicht zum Kochen bringen, denn die Dämpfe sind brennbar.</p>



<p><strong>Standort:</strong></p>



<p>Die Aufstellung der beimpften Stämme muss unbedingt an schattiger Stelle erfolgen. Man kann dafür waagerecht Stangen aus Metall oder Holz z.B. zwischen Bäumen anbringen. Hier werden die Stämme dann „Sägebock ähnlich“ von zwei Seiten dagegengestellt.</p>



<p>Ich habe es etwas anders gelöst und Holzpaletten im Rechteck aufgestellt und untereinander sowie mit Rohren oder Pfosten in der Erde befestigt, wobei eine Seite als Zugang offenblieb. Die Stämme habe ich 5 bis 10 cm in die Erde gesetzt und Häcksel aus dünnen Eichenästen und Laub ringsherum aufgebracht. Die Stämme können gegen die Holzpaletten von beiden Seiten oder nur einseitig angelehnt werden. Bodenbefeuchtung oder Berieselung der Stämme fördern natürlich das Pilzwachstum.</p>



<p><strong>Eigene Beobachtungen:</strong></p>



<p>Nun muss man Geduld haben. Man kann verfolgen, wie das Eichenholz von den Dübelstellen allmählich mit weißen Myzel-Fäden durchzogen wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich nach der Pilzernte die Pilzabfälle ebenfalls als Brutmaterial zum Beimpfen von Holzstämmen eignen, am besten in der durchgängig nasskalten Jahreszeit.</p>



<p>Allen Skeptikern, die das Pilzwachstum bei zunehmendem Mond als Legende verurteilen, sei an dieser Stelle gesagt: Wer die Pilze im Garten hat und das Wachstum verfolgen kann, wird diese Beobachtung bestätigen. Ich richte mittlerweile meine eigene Waldpilzpirsch nach dem Wachstum japanischer Shiitake-Pilze, denn sie mögen alle den zunehmenden Mond. Gern sind wir bereit, Fragen im Zusammenhang mit dieser Pilzanzucht zu beantworten.</p>



<p><em><strong><a href="https://www.stadtverband-leipzig.de/images/phocagallery/2012/Z_Logos/Logo_Pflanzendoktor_2.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></strong></em><strong>Dr. Wolfgang Fischer&nbsp;</strong>und</p>



<p><em><strong>Erik Behrens</strong></em><br><em><strong>Gartenfachberater der Gartenfachkommission des SLK und zertifizierter Pflanzendoktor / LSK</strong></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Naturnah gärtnern:  Der Waschbär im Kleingarten</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-der-waschbaer-im-kleingarten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 10:06:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
		<category><![CDATA[Waschbär]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Waschbär ist weiter auf dem Vormarsch und entwickelt sich zu einer echten Plage. Immer häufiger trifft man die maskierten Eindringlinge auch in heimischen&#160;Gärten, auf&#160;Terrassen&#160;und&#160;Balkonen. Er verwüstet Blumenbeete, räumt Mülltonnen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Waschbär ist weiter auf dem Vormarsch und entwickelt sich zu einer echten Plage. Immer häufiger trifft man die maskierten Eindringlinge auch in heimischen&nbsp;Gärten, auf&nbsp;Terrassen&nbsp;und&nbsp;Balkonen. Er verwüstet Blumenbeete, räumt Mülltonnen aus und ist sogar eine Gefahr für Haustiere. Geeignete Schutzmaßnahmen werden also immer wichtiger. Damit der Waschbär sich gar nicht erst bei Ihnen einnisten kann, sollten Sie einige Hinweise beachten. Mit diesen Tipps zeigen wir, wie man sein Gartenhaus vor den geschickten Kletterern schützen kann.</p>



<p>Die aus Nordamerika stammenden Allesfresser hinterlassen auf Dachböden ihre Duftmarken und kommen durch „Katzenklappen“ und offene Türen oft bis in die Gartenlaube. Häufig gelangen die Tiere über Bäume auf die Dachböden der&nbsp;Häuser, zerstören so die Dachisolierung oder verursachen allein durch Kot und Urin Schäden, die in Höhe von mehreren hundert Euro pro Gartenhaus liegen können. Die nachtaktiven Plagegeister sind mittlerweile auch bei uns weit verbreitet.</p>



<p>Der beste Weg, sie loszuwerden, ist, es ihnen so ungemütlich wie möglich zu machen. Machen Sie Laube und Garten am besten von Anfang an möglichst unattraktiv für den Waschbären. Sie sollten zum Beispiel immer für einen abgedeckten Kompost und fest verschlossene Mülleimer sorgen. Stellen Sie den Eindringlingen keinen geeigneten Unterschlupf oder die Möglichkeit für ein Nachtquartier in Gartenhäusern oder Garagen zur Verfügung. Vermeiden sollten Sie auch gute Einstiegsmöglichkeiten In die Gartenlaube, also zum Beispiel Äste, Rank- und Kletterpflanzen an Laubenwänden oder auch lose Dachteile. Entziehen Sie dem Waschbären die Nahrungsgrundlage. Lassen Sie keine Essensreste liegen. Sammeln Sie Fallobst umgehend ein. Ohne Nahrungsgrundlage wird der Waschbär nicht lange im Gebiet verweilen. Er ist faul und zudem auch nicht sehr jagdfreudig. Hervorzuheben ist jedoch das gute Gedächtnis des Waschbären. Sobald er einmal ausreichend Futter vorfindet, kann er sich Jahre danach noch daran erinnern. Auch an Ihren Komposthaufen, und wird immer wieder kommen. Waschbären sind&nbsp;Allesfresser&nbsp;und ernähren sich zu ungefähr 40&nbsp;Prozent von pflanzlicher Kost, zu 33&nbsp;Prozent von Weichtieren und zu 27&nbsp;Prozent von Wirbeltieren. Schützen Sie Ihre Vogelkästen vor dem Zugriff des Waschbären und der anderen raubenden Gesellen durch Anbringen von Rutschblenden an den Stellen die für Waschbären, Marder und Mink geeignet sind an die Nistkästen oder auf Laubendächer zu gelangen. Das können zum Beispiel die Fallrohre der Dachentwässerung sein. Auch die geeignete Höhe des Anbringens von Nistkästen ist nicht ohne Bedeutung. Ein Nistkasten in 1,50 Meter Höhe ist geradezu verlockend. Unter 3,5 m Höhe sollte kein Nistkasten angebracht werden. Obwohl der Waschbär nicht unter Naturschutz steht, dürfen Anwohner und Kleingärtner die Tiere also nicht beliebig töten. Abweichende Bejagung von Waschbären ist in der Regel nur bei vorliegender Ausnahmegenehmigung gestattet. Neben der Berücksichtigung von möglichen Schonzeiten ist aber auch das Tierschutzrecht zu beachten, das unnötige Quälerei von Tieren verbietet. Zudem ist es durch das deutsche Jagdgesetz verboten, Waschbären mit Lebendfallen zu fangen und umzusiedeln oder sogar mit Schlagfallen zu töten. Hierbei würden Sie sich der Tierquälerei und Wilderei strafbar machen.</p>



<p>Wir empfehlen daher bereits präventiv Maßnahmen zu ergreifen und den Garten für Waschbären so unattraktiv wie möglich zu gestalten, sodass das kleine Säugetier gar nicht erst angelockt wird.</p>



<p><strong>Achtung:</strong><br>Waschbären können über ihren Kot eine Reihe von Infektionskrankheiten und Parasiten übertragen, die für den Menschen und Haustiere gefährlich werden können. Wenn Sie also irgendwo Waschbärenkot finden, sollten Sie auf gar keinen Fall mit diesem direkt in Berührung kommen. Ziehen Sie deshalb beim Aufsammeln unbedingt Handschuhe an und verbrennen den Kot anschließend.</p>



<p>Waschbären sind Wildtiere und sollen auch welche bleiben. Hier gilt: Durch ein umsichtiges Verhalten können Mensch und Waschbär erfolgreich und friedlich neben- und miteinander leben. Dennoch sollten Kleingärten bestmöglich vor einem Waschbärenbefall geschützt werden, sodass die Tiere wieder vermehrt ihren Lebensraum in der Natur und den natürlichen Wäldern suchen und finden.</p>



<p>Erik Behrens<br>Gartenfachberater SLK/LSK&nbsp; Zertifizierter Pflanzendoktor</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Naturnah gärtnern:  Mit Obstbäumen im Kleingarten dem Klimawandel trotzen</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-mit-obstbaeumen-im-kleingarten-dem-klimawandel-trotzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 10:04:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Gehölze]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Überall werden jetzt Bäume für das Klima gepflanzt und es wird zu Baumpflanzaktionen aufgerufen. Was liegt da näher, als im Kleingarten mit Obstbäumen dem Klimawandel zu trotzen? Schnell stellt sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Überall werden jetzt Bäume für das Klima gepflanzt und es wird zu Baumpflanzaktionen aufgerufen. Was liegt da näher, als im Kleingarten mit Obstbäumen dem Klimawandel zu trotzen? Schnell stellt sich dann die Frage nach der richtigen Baumart. Ihr Gartenfachberater im Verein erklärt, worauf man bei der Garten-Pflanzaktion achten sollte und warum gute Beratung so wichtig ist.</p>



<p>Mich persönlich freut der aktuelle „Baumpflanzboom“. Doch möchte ich auch zur Umsicht raten, und hoffe nur, dass nicht wahllos irgendwelche Obstbäume gepflanzt werden, sondern dass die jungen Setzlinge gut auf die Bedingungen des jeweiligen Standorts abgestimmt sind. Damit die Bäume eine reelle Anwachschance haben, sollten es auch gute, von Qualität geprägte Jungpflanzen sein. Immerhin müssen die Bäume mit den lokalen Folgen des Klimawandels gut klarkommen. Sie sollen Trockenheit, Hitze, generelle Wetterextreme aushalten und auch durch den Klimawandel eingeschleppte Krankheiten und Schädlinge überstehen können. Also bitte keine Billigware unbekannter Herkunft.</p>



<p>&nbsp;Vor allem für im Platz meist begrenzte Kleingärten sind gründliche Überlegungen vorab und eine sorgfältige Auswahl des passenden Baumes unabdingbar. Extremstandorte sind in Kleingärten zwar eher selten, aber auch hier sind die Folgen der Klimaveränderung spürbar und wirken sich auf alle Pflanzen aus. Andere Arten als bisher werden Einzug halten müssen. Pflanzen wie die Süßkirsche `Burlat` (frühe Sorte) oder Spartan (Winterapfel) und andere Sorten werden dagegen möglicherweise ein Comeback erleben. Seit langem schon sind Fachleute der Baumschulen damit beschäftigt, Sorten zu suchen, die auch in Zukunft gut für Kleingärten geeignet sind. Dabei muss klar sein: Nicht alle der ursprünglich hier vorkommenden Sorten können sich schnell genug an die veränderten Klimabedingungen anpassen. Ihre Lebensräume werden sich daher in den nächsten Jahrzehnten vermutlich verschieben. Zum Teil ist diese Entwicklung schon jetzt zu beobachten. Achten Sie aber auch auf die Regeln und Verordnungen im Kleingartenwesen. Wenn diese auch so manchen Kleingärtner sinnlos erscheinen, näher betrachtet, dienen dem Klima- und Pflanzenschutz. Und die Kleingärtnerische Nutzung kommt auch nicht zu kurz.</p>



<p>&nbsp;Beobachten wir in den Kleingärten vermehrt den Trend, dass Gartenfreunde die alten Obstgehölze mit ihrer ausladenden Krone aus dem Garten entfernen, nur um sie gegen kompakt wachsende Säulenobstgehölze auszutauschen. Das ist nicht der richtige Weg, denn Säulenobst ist nicht nur unattraktiv für Vögel und andere Tiere, es hat auch den Nachteil, dass es keinerlei Schatten mehr spendet, was letztlich zur Folge hat, dass sich der Kleingärtner, besonders an heißen Tagen, gar nicht mehr in seinem Garten aufhalten und dort arbeiten oder ausruhen kann, da die pralle Sonne zur Gefahr wird. Ältere Obstbäume können durch geeignete Schnittmaßnahmen gezielt verjüngt werden. Das hätte auch ökologische Vorteile.</p>



<p><strong>Nicht ohne gute Beratung</strong>.</p>



<p>Wenn Sie einen Baum pflanzen, an dem Sie lange Freude haben wollen, sollten Sie vorher unbedingt mit Ihrem Gartenfachberater sprechen. Der weiß in der Regel ganz genau, welcher Obstbaum dem Klimawandel trotzt. Auch kennt er sich bestens mit den örtlichen Wetter- und Bodenbedingungen aus. Sich einfach einen Baum aus dem Baumarkt auszusuchen, funktioniert in der Regel nicht. Sicher ist nur, dass es zu wenig Obstbäume in unseren Kleingärten gibt. Teilweise sind die Obstbäume auch zu alt, sie können den Klimatischen Veränderungen nichts entgegensetzen und sterben ab. &nbsp;Sie sollten dringend ausgewechselt werden.</p>
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		<title>Naturnah gärtnern:  Integrierter Pflanzenschutz in Zeiten des Klimawandels</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-integrierter-pflanzenschutz-in-zeiten-des-klimawandels/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 09:58:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Integrierter Pflanzenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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<p>Die Gartenjahre 2018/2019 und auch frühere, haben uns einen Vorgeschmack auf Wetterextreme und Klimaschwankungen beschert. Und auch die nächsten Gartenjahre werden wohl nicht besser. &nbsp;Anlass für mich, noch einmal auf dieses Thema einzugehen. Auch das ist integrierter Pflanzenschutz. Alte (Frühe) Sorten sind gefragt.</p>



<p>Pomona war die römische Göttin der Baumfrüchte, wozu neben dem Apfel auch die Birnen, Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Mandeln, Hasel- und Walnüsse gehören. Ganz so eng wird der Kreis aber nicht gezogen, denn auch die Beerensträucher und Erdbeeren kommen hinzu. Auch wenn Erdbeeren und Himbeeren sowie Brombeeren keine echten Früchte darstellen, sondern eine Sammelnussfrucht sind. Bei allen Obstsorten muss man heute feststellen, dass ehemals alte und robuste Sorten durch anfälligere ersetzt wurden, die dann nur noch durch chemische Behandlungen gut gedeihen. Das kann man beispielhaft an den Kirschen aufzeigen.</p>



<p>Bis in die 1950er Jahre war die Versorgung mit Obst regional strukturiert. Obstwiesen mit Fruchtsorten, die nach und nach reiften und so über einen langen Zeitraum die Bevölkerung versorgten, wurden ersetzt mit der Öffnung des Marktes und den Import von Früchten aus wärmeren Regionen. So kamen Kirschsorten aus der Mode, die in Deutschland frühe Erträge brachten und die nicht gespritzt werden mussten, da zu dieser Zeit die Schadinsekten noch nicht ausgebildet waren. Erst im Laufe des Sommers kann sich die Fruchtfliege so vermehren, dass sie madige Früchte hervorbringt. Die einheimischen Früchte hatten eine weichere Haut und waren damit nicht so transportfähig. Sie hatten aber einen vortrefflichen Geschmack und waren auch zum Einkochen, wozu neben den ganzen Früchten auch Marmelade, Saft und Kompott zählt, bestens geeignet. Die heute erhältlichen Kirschen im Supermarkt können mit diesem Geschmack nicht mithalten.&nbsp; Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verträglichkeit. Die mittelfrühen helleren Kirschen werden sehr viel besser vertragen als die späteren dunklen Sorten und können sogar von Allergikern verzehrt werden. Auch in unseren Gärten zeigt sich der Klimawandel: die Sommer sind heiß und trocken oder fallen buchstäblich ins Wasser, die Winter sind mild, Stürme gesellen sich hinzu. Durch kleine Umstellungen können wir unsere Kleingärten auf diese neuen Bedingungen einstellen.</p>



<p>Gartenböden müssen keine schweren Lasten tragen und können daher auch unbefestigt sein. So gelangt Regenwasser zurück ins Grundwasser und kann dieses erneuern. Auch Hochwasser können besser versickern. Und der offene Boden bietet einen weiteren Vorteil: Bei großer Hitze können durch die Verdunstungskühle der feuchten Erde auch Temperaturspitzen abgemildert werden. Übrigens sind auch Schotterschichten auf dem Boden eine Art der Versiegelung, mit allen negativen Folgen. Das wäre nur ein Beispiel.</p>
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		<title>Naturnah gärtnern:  Was macht einen Biogärtner aus</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-was-macht-einen-biogaertner-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 09:54:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Biogarten]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
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<p>Ein Ökosystem ist ein dynamisches System zwischen Lebewesen und ihrem Lebensraum. Es ist ein komplexes Wirkungsgefüge zahlloser Lebewesen, wie z B. Pflanzen, Tieren, Bakterien und Pilzen, die eine Lebensgemeinschaft bilden. Kleingärten sind von Individualisten liebevoll geschaffene Lebensräume, in denen die Natur geprägt wird von Ansichten, Neigungen und Prinzipien des Kleingärtners. Kluge und gute Kleingärtner schaffen es immer, ein ökologisches Gleichgewicht zu erhalten und ihre Kleingärten behutsam zu hegen und zu pflegen. Der Kleingärtner muss nicht nur wissen, wie etwas funktioniert, sondern auch warum. Wer lernt, bewusst zu sehen und Ursachen und Wirkungen zu verstehen, der wird sich anders freuen können an dem Stückchen Oase, das er sich geschaffen hat und pflegen darf.</p>



<p>Es braucht jedoch Geduld und Ausdauer dem eingeschlagenen Weg zu folgen.im Kleingarten ökologisch zu denken und zu handeln ist heute so wichtig wie nie zuvor. Es ist wichtig, dass Kleingärtner und Gartenfreunde ein Gefühl für das Leben, auch ganz unscheinbarer Wesen,&nbsp;im Garten entwickeln und bewahren können. Es sei noch anzumerken: Das Weglassen von künstlichen Düngemitteln und chemischen Mitteln macht noch keinen “ Öko-Garten“ und erst recht keinen Biogärtner. Nicht der dümmste Bauer hat die größten Kartoffeln. Die hat immer noch der kluge Bauer. Er schafft&nbsp;Lebensräume für seine Nützlinge.</p>



<p>Lassen Sie Pflanzenschutzmittel weg. Verwenden Sie keine Pflanzenschutzmittel mehr. Ausnahmen sind zugelassene Präparate wie Pflanzenöle, Kaliseife, Netzschwefel, Kupfer und Bakterienpräparate. Auch diese Mittel verwenden Sie bitte nur dann, wenn nichts Anderes mehr hilft und wenn Sie sich sicher sind, dass sie zielgerichtet eingesetzt werden. Düngen Sie organisch. Mineralische Dünger ersetzen Sie kurzfristig durch Zugaben organischer Dünger wie z. B. Hornmehl. Langfristig sollten Sie eine gezielte Pflege des Bodenlebens betreiben. Verwerten Sie Ihre Erntereste. Erhalten Sie sich möglichst viele Pflanzenreste auf Ihren Anbauflächen. So bleiben z. B. bei der Spinaternte alle unbrauchbaren Blätter und Stiele auf dem Beet zurück. Das ist nicht störend, wenn Sie in der Fruchtfolge z. B. Kohl anpflanzen. Mulch ist ein unentbehrlicher Helfer. Füttern Sie Ihr Bodenlebewesen zusätzlich durch dünne Mulchschichten aus Pflanzenresten, z. B. Rasenschnitt. Bringen Sie Kompost in den Boden ein. Bearbeiten Sie den Boden nur so viel wie unbedingt nötig.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Eignen Sie sich Gärtnerwissen an.</li><li>Informieren Sie sich über die Ansprüche Ihrer Kulturen an den Boden. Halten Sie die Pflanztermine ein, Setzen sie die richtige Gießtechnik ein. Achten Sie auf die Fruchtfolge. So lassen sich Probleme weitestgehend vermeiden.</li><li>Gärtnern Sie mit robusten Sorten.</li><li>Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten. Unter den traditionellen Sorten gibt es sehr robuste, aber auch andere, jedoch recht krankheitsanfällige Sorten. Sammeln Sie Ihre Erfahrungen auch mit modernen, gegen viele Krankheiten resistenten Hybriden.</li></ul>



<p><strong>Vorbeugende Maßnahmen</strong></p>



<p>Wo bestimmte Schaderreger zu erwarten sind, sollten Sie mit biologischen Methoden vorbeugend reagieren. Fallen, Schneckenzäune oder gezielt eingesetzte Nützlinge gegen Schädlinge sind im Gewächshaus und im Frühbeet äußerst wirksam. Pflanzliche Extrakte wie Brennnesseljauche, Schachtelhalmbrühe und andere Hilfsmittel vermindern den Befall, in dem sie mehrmals in regelmäßigen Abständen ausgebracht werden.</p>



<p><strong>Schmetterlingsblütler</strong></p>



<p>Wenn Sie Schmetterlingsblütler anbauen wie Bohnen, Erbsen und andere, wird der Stickstoffgehalt im Boden erhöht. Der Anteil der Bepflanzung mit Schmetterlingsblütlern sollte jedoch nicht grösser als 15 &#8211; 20 % Ihrer Anbaufläche betragen.&nbsp; Mulchen Sie mit der Grünmasse der Pflanzen auch andere Gartenbereiche. So werden die enthaltenen Nährstoffe übertragen.</p>



<p><strong>Locken Sie Nützlinge gezielt an.</strong></p>



<p>Pflegen Sie die Vielfalt in Ihrem Garten. Besonders wichtig als Nützlingsnahrung sind blühende Korbblütler. Polsterstauden und Laubschichten bieten Überwinterungsschutz für Marienkäfer. Beerensträucher und Herbststauden sorgen für die Winternahrung der Singvögel. Ein an der richtigen Stelle Ihres Gartens aufgestelltes Insektenhotel ist eine wirksame Lösung, Nutzinsekten für die kommende Gartensaison anzusiedeln. Diese gesunde und bunte Mischung verhindert die Vermehrung von Schaderregern.</p>



<p><strong>Setzen Sie Ihre Hilfsmittel bewusst ein</strong></p>



<p>Es ist klar für den Ökogärtner von heute (und morgen), dass Hilfsmittel wie Folien und Verfrühungsvliese sorgfältig und sparsam eingesetzt werden sollten.</p>



<p><em><strong>Erik Behrens</strong></em><br><em><strong>Gartenfachberater der Gartenfachkommission des SLK und zertifizierter Pflanzendoktor / LSK</strong></em></p>
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		<title>Naturnah gärtnern:  Apfelwickler bekämpfen</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-apfelwickler-bekaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 09:51:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Apfelwickler]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
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<p>Einen wurmstichigen Apfel hat jeder schon einmal in der Hand gehabt. In den meisten Fällen handelt es sich um die Folge eines Befalls mit Apfelwicklern (Cydia pomonella). Der Apfelwickler ist ein Nachtfalter aus der Familie der Wickler. Die Raupen des mittlerweile weltweit verbreiteten Schmetterlings werden gerade in Kleingärten zu Schädlingen. Abhängig von Witterungsbedingungen entwickeln sich bis zu zwei Generationen pro Jahr. Die erste Generation an Apfelwicklern fliegt im Mai und Juni. Rund 30 bis 60 Eier legt ein weiblicher Falter auf den Blättern der Obstbäume ab.</p>



<p><strong>Schäden durch Obstmaden</strong></p>



<p>Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven und bohren sich in die jungen Früchte. Obstmaden ernähren sich in den folgenden drei bis vier Wochen sowohl vom Fruchtfleisch als auch von den Samen und zerstören damit das Kerngehäuse. Durch diese massiven Schäden setzt Fäulnis ein, die das Obst am Ende ungenießbar macht.</p>



<p>Am Ende ihrer Entwicklung verlässt die Obstmade den Apfel und versteckt sich zur Verpuppung entweder im Boden oder direkt am Stamm des befallenen Baumes. Aus diesen Puppen schlüpft im August und September die zweite Generation der Falter, deren Larven wiederum die mittlerweile älteren Früchte befallen.</p>



<p>Den Winter überleben die Larven der Apfelwickler problemlos in einem Kokon, den sie sich im Boden, an trockenen Orten direkt am Baum oder an umliegenden Holzbauten wie Rankgerüsten, Gartenlauben und anderen Holzkonstruktionen spinnen.</p>



<p><strong>Mittel gegen Apfelwickler</strong></p>



<p>Mit Nematoden werden die Larven des Apfelwicklers biologisch bekämpft &#8211; ohne Risiko für Menschen, Haustiere und Pflanzen. Es werden auch gute Erfolge erzielt im Einsatz gegen Pflaumen- und Birnenwickler. Das Produkt zur biologischen Schädlingsbekämpfung enthält neben den Nematoden auch ein biologisches Netzmittel. Die Behandlung des Stammes erfolgt nach der Ernte im Herbst oder im Frühjahr bis Ende April. Mit der Anwendung gegen die überwinternden Larven vermindert man erfolgreich die erste Population des Schädlings im Frühjahr. Dadurch wird die massive Eiablage auf den jungen Früchten verhindert und somit auch der unerwünschte Larvenfraß.</p>



<p><strong>Anwendungstipps für gegen Apfelwickler</strong></p>



<p>Zwischen September und März ist der richtige Ausbringungszeitraum im Obstanbau. Denn die feuchte Jahreszeit bietet optimale Bedingungen für den erfolgreichen Einsatz der Nematoden.</p>



<p>Vor der Ausbringung den Beutelinhalt wie auf der Packung beschrieben in Wasser auflösen und gut aufrühren, damit die Nematoden nicht wieder absinken. Anschließend die benötigte Menge Spritzbrühe in ein Sprühgerät füllen und die betroffenen Obstpflanzen sorgfältig einsprühen. Dabei sollten der Stamm und besonders die Veredelungsknoten rundum gut benetzt sein. Bei alten Bäumen tropfnass sprühen und die Leitäste mitbehandeln. Alternativ eignet sich bei kleineren Bäumen zur Ausbringung auch ein Kleisterpinsel.</p>



<p>Da die Larven der Apfelwickler als Winterquartier trockene Orte am Stamm, aber auch in hölzernen Bauten (Sandkisten, Schuppenwände) in der Nähe aufsuchen, sollten auch solche Stellen sowie der Boden um den Stamm herum mit Nematoden behandelt werden.</p>



<p>Es ist wichtig, dass die Flächen nach der Ausbringung nicht gleich wieder abtrocknen, daher das Mittel am besten spätnachmittags, abends oder im Regen ausbringen. Die Temperaturen müssen nach der Behandlung für einige Stunden mindestens 10 °C betragen.</p>



<p><em><strong>Erik Behrens</strong></em><br><em><strong>Gartenfachberater der Gartenfachkommission des SLK und zertifizierter Pflanzendoktor / LSK</strong></em></p>
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		<title>Naturnah gärtnern:  Kleingarten und Gesundheit &#8211; aus fachlicher Sicht</title>
		<link>https://www.stadtverband-leipzig.de/naturnah-gaertnern-kleingarten-und-gesundheit-aus-fachlicher-sicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 09:48:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturnah Gärtnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Behrens]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
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					<description><![CDATA[Bewegung an frischer Luft, das weiß jeder, ist gesund. Körperliche Betätigung in einem Garten ist für viele Menschen ein willkommener Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit. Auch ältere Menschen sehen die Arbeit [&#8230;]]]></description>
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<p>Bewegung an frischer Luft, das weiß jeder, ist gesund. Körperliche Betätigung in einem Garten ist für viele Menschen ein willkommener Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit. Auch ältere Menschen sehen die Arbeit im Garten als ein geeignetes Mittel, sich fit zu halten. Unbestritten sind manche Gartenarbeiten anstrengend, auch mal schmerzhaft oder treiben den Schweiß auf die Stirn.&nbsp;Geläufig ist das Sprichwort&nbsp;<em>„Ohne Fleiß kein Preis“</em>. Der erfahrene Hobbygärtner richtet sich seine Parzelle überschaubar ein. Hier sind&nbsp;<strong>Beete</strong>&nbsp;und bevorzugte Kulturen übersichtlich,&nbsp;<strong>Obstbäume</strong>&nbsp;leicht zu pflegen und „abzuernten“. Der große Vorteil eines Kleingartens ist aber, dass man selbst entscheiden kann, welche Obst- und Gemüsesorten dort wachsen sollen und dass diese immer frisch geerntet werden können.Foto &#8211; Erik Behrens: Gemüsebeet auf der Messe &#8222;Haus-Garten-Freizeit (HGF) 2016&#8220;</p>



<p><a href="https://www.stadtverband-leipzig.de/images/phocagallery/2016/GFK_Biologischer-Pflanzenschutz/20160219_9348_HGF.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a>Aus meiner Sicht ist die Betätigung im Frühjahr bis in den Sommer hinein für viele Hobbygärtner nach den Wintermonaten ein willkommener Anlass, den Winterspeck weg zu bekommen. Die ersten&nbsp;<strong>Frühjahrsblüher</strong>&nbsp;werden sehnsüchtig erwartet und die&nbsp;<strong>Obstblüte</strong>&nbsp;läßt uns auf eine gute Ernte hoffen.</p>



<p>Die ersten&nbsp;<strong>Gemüsesorten</strong>&nbsp;können bald viele Vitamine frisch auf den Tisch bringen. Spätestens dann weiß man, dass sich die Mühe im Frühjahr gelohnt hat. Der erste Erfolg stimmt jeden Hobbygärtner optimistisch für die weitere Ernte von&nbsp;<strong>Gemüse</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Obst</strong>.</p>



<p>Die&nbsp;<strong>Erdbeerernte</strong>&nbsp;läßt dann auch nicht lange auf sich warten. Diese ist etwas ganz Besonderes. Gut gepflegt und richtig geerntet, vergißt man die erste Erdbeertorte ganz bestimmt nicht. Der Geschmack dieser ist wesentlich intensiver, als die im unreifen Zustand geernteten Früchte aus dem Ausland. Das betrifft auch unsere&nbsp;<strong>Tomaten</strong>&nbsp;aus eigenem Anbau. Ich bin sicher, Sie haben den Unterschied auch schon wahrgenommen.<a href="https://www.stadtverband-leipzig.de/images/phocagallery/2016/GFK_Biologischer-Pflanzenschutz/20160211_9123_HGF.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></p>



<p>Viele&nbsp;<strong>Gewürzkräuter</strong>&nbsp;wachsen ebenso in unseren Gärten. Am meisten werden wohl angebaut: Petersilie, Schnittlauch, Berg- oder Winterbohnenkraut, Liebstöckel und nicht zuletzt die Melissearten. Es gibt weitere Kräuter, die im Kleingarten kultiviert werden können und für unsere Gesundheit wichtig sind. Viele dieser sind noch weitestgehend unbekannt.</p>



<p>Viele internationale Küchen zeichnen sich durch raffinierte Würzung aus. Speisen werden oft durch richtiges Würzen erst so richtig schmackhaft. Die richtige Verwendung und Anwendung der Heil- und Küchenkräuter bringt uns der Natur näher.</p>



<p>Ein paar Worte zur&nbsp;<strong>Obsternte</strong>: Sie beginnt mit der Beerenernte. Johannisbeeren haben z.B. 177 mg Vitamin C in 100 g Frucht. Erdbeeren noch 64 mg. So viel haben keine anderen Obstarten. Dafür hat der Apfel viele Mineralstoffe und Vitamin B. Diese halten unser Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit fit. Der Apfel ist ein Schlankmacher.</p>



<p>Man sollte täglich mindestens zwei Äpfel ungeschält essen. Viele unserer Kleingärtner essen lieber exotische Früchte. Das ist nicht verwerflich, aber man sollte bedenken, dass hier viel weniger Vitamine enthalten sind, weil sie durch den Transport unreif geerntet wurden.</p>



<p>Zusammenfassend möchte ich meinen, Hobbygärtner sind fast immer die glücklicheren Menschen, weil sie ihre&nbsp;<strong>Gesundheit</strong>&nbsp;in den eigenen Händen halten. Sie kultivieren Obst- und Gemüsearten, die ihnen nicht nur schmecken, sondern auch noch viele Vitamine liefern und frisch sind. Bewegung an der frischen Luft tut, wie eingangs erwähnt, sein Übriges.</p>



<p>Wenn man noch die&nbsp;<strong>soziale Komponente</strong>&nbsp;hinzunimmt, versteht man noch besser den Zusammenhang zwischen „Kleingarten und Gesundheit“. Ein Hobbygärtner ist nie allein. Um ihn herum sind viele Gleichgesinnte, mit denen er sich über Erfolg und Misserfolg besprechen kann, wo man sich Hilfe holt oder seine Hilfe anbietet. Die Kinder und Enkelkinder wachsen in der gesunden Natur auf und lernen die Zusammenhänge der Natur inmitten der Natur kennen. Das sind Vorteile, die nicht zu unterschätzen sind.</p>



<p>Die Gartenfachberater in den Vereinen und Verbänden sorgen dafür, dass Kleingärtner bei auftretenden Problemen nicht verzweifeln. Nicht jeder Kleingärtner weiß alles zu lösen, was an Fragen im Garten anfällt. Abschließender Tipp: Besuchen Sie einen der fünf Gartenfachberater-Stammtische (siehe „Leipziger Gartenfreund“ bzw. www.stadtverband-leipzig.de)</p>



<p><em><strong>Erik Behrens</strong></em><br><em><strong>Gartenfachberater der Gartenfachkommission des SLK und zertifizierter Pflanzendoktor / LSK</strong></em></p>
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