GFK 20120920 29 DrGuentzDie einheimischen Gewächse sind wesentlich attraktiver als die "hochgejubelten" Thujen und Scheinzypressen! Die eigentlich in Nordamerika beheimateten Pflanzen haben sich in Siedlungen als tote, anonyme Mauern ausgebreitet. Gleichermaßen auch in Kleingärten (Foto).

Die Beliebtheit resultiert wohl daher, dass sie als Sichtschutz fungieren. Jedoch sind die Nachteile weniger bekannt, die da sind:

Foto: SLK

  • Als Sichtschutz erzeugen sie eine ganzjährige Verschattung.
  • Sie begünstigen die Bildung von Moos.
  • Thujen sind flora- und faunafeindlich.
  • Sie sind giftig und Zwischenwirt für Krankheitserreger bei Obstbäumen.
  • Im dichten Geäst, infolge des regelmäßigen Schnitts, können Vögel keine Nester bauen.
  • Besonders fühlen sich Zecken von den Thujen angezogen!
  • Thujen sehen über Jahre hinweg monoton und steril aus, haben keine Herbstfärbung und blühen nicht.

 

Alternativen zu Thujahecken:

  • Hainbuchenhecken, passend auch für schmale Kleingärten und behält viele Blätter bis ins Frühjahr.
  • Rotbuchenhecken behalten den gesamten Winter über ihre Blätter, beanspruchen jedoch mehr Platz als Hainbuchenhecken.
  • Als Sichtschutz wachsen Hainbuche und Liguster fast doppelt so schnell wie Thujen.
  • Eine Wildsträucherhecke hat optisch besonders viel zu bieten.

 

Wir sollten den einheimischen Pflanzen bei der Gestaltung der Gärten unbedingt den Vorzug geben, da dies auch ein Beitrag für einen aktiven Naturschutz ist.