BDG-Logo 180Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) nahm in einem Positionspapier erneut Stellung zum gentechnikfreien Gartenbau  Thomas Wagner, BDG  (Juli 2015)

In der politischen Auseinandersetzung und in der öffentlichen Diskussion bleibt die Grüne Gentechnik ein weiterhin umstrittenes Thema.

Abb.: Logo BDG

Aktuell weckt das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP bei vielen Menschen die Sorge, die Standards für Landwirtschaft und Lebensmittel könnte sinken. In den USA und Kanada gibt es keine gesetzlichen Regelungen zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft. Gentechnisch veränderte Pflanzen gelten erst einmal als sicher, solange das Gegenteil nicht bewiesen ist. In Europa dagegen gilt grundsätzlich das Vorsorgeprinzip: Keine Zulassung von Genpflanzen, wenn die Sicherheit nicht bewiesen ist.

Obwohl es seit Jahren eine biologische Sicherheitsforschung gibt, wird die Grüne Gentechnik in Deutschland noch immer als Risiko wahrgenommen. Diese Ansicht teilt der BDG.

Die Folgen gentechnisch veränderter Pflanzen für die Umwelt und den Menschen sind nach wie vor unzureichend untersucht. Versuche zur biologischen Sicherheitsforschung werden zwar laufend durchgeführt und zur Bestätigung der Unbedenklichkeit Toxizitätstests mit transferierten Genen gemacht, das gentechnisch veränderte Pflanzenmaterial aber, das tatsächlich auf den Feldern wächst oder in die Nahrungskette gelangen soll, wird auf seine ökologischen und gesundheitlichen Risiken nicht ausreichend analysiert - es fehlen häufig umfangreiche Biosicherheitstests.

Die Gesundheitsrisiken durch gentechnisch veränderte Pflanzen in der Nahrungs- oder Konsumkette sind deshalb langfristig nicht einschätzbar.

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde empfiehlt deshalb erneut, auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Haus und Garten zu verzichten. Trotzdem plädiert der BDG dafür, sich in der öffentlichen Diskussion weiterhin mit den Chancen der Grünen Gentechnik auseinanderzusetzen. Entscheidend ist, dass diese Diskussion weitgehend wissenschaftsbasiert bleibt.

Weitere Informationen unter: www.kleingarten-bund.de/gentechnik