2013 Weidling Olaf 05Liebe Gartenfreunde, es ist wie bei einem Tropfen, der auf einen heißen Stein fällt - fällt Wasser im Hochsommer auf die Erde, verdampft es im Nu. Die Pflanzen im Garten haben also gar keine Chance es aufzunehmen. Besonders zu vermeiden ist Gießwasser auf Blättern. Der Tropfen wirkt wie eine Brenn-Linse, die die Sonnenstrahlen verstärkt. Das Blatt verbrennt demnach regelrecht.

Wie gießt man nun an Sommertagen (25-30 °C) sowie an heißen bzw. Hitzetagen (> 30 °C) mit Gießkanne und Schlauch richtig nach Menge und Zeitpunkt?

Die Mittagszeit (11 bis 15 Uhr Sommerzeit) ist die eindeutig falsche Zeitspanne. Besser ist früh am Morgen zu gießen. Der ideale Zeitpunkt bei Hitzetagen wäre 5 Uhr. Das ist natürlich für viele Kleingärtner, die auf Arbeit gehen müssen, nicht realisierbar. Deshalb ist alternativ abends gegen 21 Uhr das Gießen der Pflanzen richtig. Sparen Sie nicht an Wasser!

Foto: SLK

Logo SLK neu 369kBAls Arbeitsmaterial für Vereinsvorstände und Gartenfachberater sollte die Auflistung "Pflanzenschutzmittel für den Haus- und Kleingarten" stets zur Hand sein. Diese Liste erarbeitete die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau des Landes Sachsen-Anhalt, Dezernat Pflanzenschutz, wird jährlich aktualisiert und kann im "Internen Bereich" der SLK-Webseite in der Rubrik "Allgemeine Dokumente" für die Vereinsarbeit heruntergeladen werden.

Abb.: Logo SLK

Rodung muss nicht sein! - Stellv. Vorsitzender der Garten-Fachkommission des SLK Ralf Hesse

03 Birnengitterrost BaumViele Gartenfreunde werden jetzt sagen: "Nicht mehr!" oder "Wir haben unseren Birnenbaum gerodet!" Das ist aber eine bedauerliche Fehlentscheidung. Für diese gibt es meiner Meinung nach zwei Gründe: Unkenntnis der biologischen Entwicklung des Pilzes und Scheu vor der sachgerechten Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln.

Zur Biologie des Pilzes: Der Birnengitterrost (Gymnosporangium sabinae) ist ein wirtswechselnder Pilz. Hauptwirte (Winterwirte) sind bestimmte Wacholderarten, vor allem der Sadebaum (Juniperus sabinae) und einige Juniperus-chinensis-Sorten.

Foto: Ralf Hesse - Typisches Schadbild des Birnengitterrosts an den Blättern eines Birnbaums

Ndff Gesunde Pflanzen

Auf einen Blick: 

NeudorffGesunde Pflanzen im Kleingarten,

Pflege und Schutz in allen Monaten des Jahres mit dem Spritzkalender

Abb.: Spritzkalender W. Neudorff GmbH KG

201602 Trauermuecke AstrumBesonders im Winter werden so manche Topf- und Kübelpflanzen von Trauermücken umschwirrt. Sowohl unsere Zimmerpflanzen, die Grün- und Buntblattpflanzen, die Blütenpflanzen (wie Alpenveilchen und Azaleen) und die Gartenpflanzen, welche in kühlen Zimmern überwintern (wie Pelargonien und Fuchsien), sind oft mit Trauermücken befallen.

Die 2 bis 3 mm winzigen „Fliegen“ stören unsere Ruhe in der Wohnung. Trauermücken vermehren sich gerne in torfhaltiger und feuchter Erde und legen ihre Eier dorthin. Nun entwickeln sich daraus Larven, die an den jungen Stängeln und Wurzeln nagen.

Foto - Astrum: Fossile Trauermücke im Bernstein eingeschlossen 

Arzneipflanze 2016 Echter Kuemmel H.ZellDie In jedem Jahr wählt der „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ die Arzneipflanze des Jahres. Für 2016 trägt Echter Kümmel diese Auszeichnung. Welche gesundheitliche Wirkung Echter Kümmel (Carum carvi) hat, erklärt Prof. (Universität Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover in einer Pressemitteilung.

„Kümmel besitzt nachweislich eine heilende Wirkung und kommt vor allem zur ergänzenden Behandlung von Magen- und Darmbeschwerden zum Einsatz. Er ist für seinen krampflösenden und antimikrobiellen Effekt sowie für seine appetitanregende und durchblutungsfördernde Wirkung bekannt.

Foto - H. Zell: Echter Kümmel / Text: www.gesuendernet.de

BDG-Logo 180Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) nahm in einem Positionspapier erneut Stellung zum gentechnikfreien Gartenbau  Thomas Wagner, BDG  (Juli 2015)

In der politischen Auseinandersetzung und in der öffentlichen Diskussion bleibt die Grüne Gentechnik ein weiterhin umstrittenes Thema.

Abb.: Logo BDG

2014 Ambrosia 1 Klaus-RostDie Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), mancherorts auch als "Beifußblättriges Traubenkraut" oder „Wilder Hanf" bekannt, kommt schon seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland vor. Durch Getreidetransporte, verseuchte Erde und Vogelfutter wanderte es vor etwa 150 Jahren nach Deutschland ein. Doch die klimatischen Bedingungen in Deutschland ließen zunächst keine dauerhaften Ambrosia-Bestände zu. Die zunehmende Klimaerwärmung Ende des 20. Jahrhunderts änderte das.

Foto: Klaus Rost - Leiter Vogelschutzlehrstätte Leipzig