Logo SLK neu 369kBAls Arbeitsmaterial für Vereinsvorstände und Gartenfachberater sollte die Auflistung "Pflanzenschutzmittel für den Haus- und Kleingarten" stets zur Hand sein. Diese Liste erarbeitete die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau des Landes Sachsen-Anhalt, Dezernat Pflanzenschutz, wird jährlich aktualisiert und kann im "Internen Bereich" der SLK-Webseite in der Rubrik "Allgemeine Dokumente" für die Vereinsarbeit heruntergeladen werden.

Abb.: Logo SLK

2017 06 Karotten Zwiebeln Manfred Sause CC BY SA 3.0Die Mischkultur ist der gleichzeitige Anbau mehrerer Pflanzenarten auf einem Beet. Verschiedene Gemüsesorten mit unterschiedlichen Reifezeiten und Nährstoffbedürfnissen werden zusammen gesät, gepflanzt, gepflegt und geerntet.

Kleingärtner, die ihren Garten naturnah gestalten, wenden häufig die Mischkultur als Anbauform im Gemüsegarten an. Man kann auf begrenzter Beetfläche verschiedene Sorten, auch in kleinen Mengen, für den Eigenbedarf anbauen. Die Mischkultur bietet Raum für Experimente und Beobachtungen. Ein Gemüsegarten, in dem Gemüsearten mit Zierpflanzen und Kräutern kombiniert werden, lockt Nützlinge an und gerät auch optisch zum Kleinod.

Foto - Manfred Sause: Mischkultur Karotten und Zwiebeln

20170111 R.P. Fenk 5752 1bDer Erfahrungsaustausch mit Fachberatern des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) im Oktober 2016 regte mich an, meine Erfahrungen bei der Veredlung/Umveredlung von Obstbäumen den Gartenfreunden nicht vorzuenthalten, denn seit mehreren Jahren beschäftige ich mich damit, meine Obstbäume mit anderen Sorten selbst zu veredeln.

Ausschlaggebend die Theorie in die Praxis umzusetzen, war die Anschaffung eines Apfelquittenbaumes und die Anregungen von Ralf Hesse in seinem Fachberater-Stammtisch Nord, als er einen Edelreiser der Birnenquitte mitbrachte und erläuterte.

Foto 1 b - Ralf-Peter Fenk: Veredlung am Birnenbaum

2017 01 Kirschessigfliege Martin Hauser CC BY 3.0 de drosophila suzukii maleDie rund drei Millimeter kleine Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) gehört zu der Familie der Taufliegen, im Volksmund auch Frucht- oder Obstfliegen genannt, jedoch nicht zu verwechseln mit der Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi)!

Die Kirschessigfliege stammt ursprünglich aus Asien und ist in Europa seit 2009, in Deutschland seit 2011, als „neuer“ Schädling bekannt. Erwachsene Tiere fressen Honigtau, Nektar, auf Blättern lebende Bakterien und Hefen. Larven (Maden) schädigen alles weichschalige Obst. Nach dem Befall mit Larven treten sekundäre Schäden mit Fäulnis auf. Oft sieht man den Befall nicht, aber Kirschen, Beeren und Weinreben verfaulen.

Foto - Martin Hauser: Männchen der Kirschessigfliege

Rodung muss nicht sein! - Stellv. Vorsitzender der Garten-Fachkommission des SLK Ralf Hesse

03 Birnengitterrost BaumViele Gartenfreunde werden jetzt sagen: "Nicht mehr!" oder "Wir haben unseren Birnenbaum gerodet!" Das ist aber eine bedauerliche Fehlentscheidung. Für diese gibt es meiner Meinung nach zwei Gründe: Unkenntnis der biologischen Entwicklung des Pilzes und Scheu vor der sachgerechten Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln.

Zur Biologie des Pilzes: Der Birnengitterrost (Gymnosporangium sabinae) ist ein wirtswechselnder Pilz. Hauptwirte (Winterwirte) sind bestimmte Wacholderarten, vor allem der Sadebaum (Juniperus sabinae) und einige Juniperus-chinensis-Sorten.

Foto: Ralf Hesse - Typisches Schadbild des Birnengitterrosts an den Blättern eines Birnbaums

Ndff Gesunde Pflanzen

Auf einen Blick: 

NeudorffGesunde Pflanzen im Kleingarten,

Pflege und Schutz in allen Monaten des Jahres mit dem Spritzkalender

Abb.: Spritzkalender W. Neudorff GmbH KG

201602 Trauermuecke AstrumBesonders im Winter werden so manche Topf- und Kübelpflanzen von Trauermücken umschwirrt. Sowohl unsere Zimmerpflanzen, die Grün- und Buntblattpflanzen, die Blütenpflanzen (wie Alpenveilchen und Azaleen) und die Gartenpflanzen, welche in kühlen Zimmern überwintern (wie Pelargonien und Fuchsien), sind oft mit Trauermücken befallen.

Die 2 bis 3 mm winzigen „Fliegen“ stören unsere Ruhe in der Wohnung. Trauermücken vermehren sich gerne in torfhaltiger und feuchter Erde und legen ihre Eier dorthin. Nun entwickeln sich daraus Larven, die an den jungen Stängeln und Wurzeln nagen.

Foto - Astrum: Fossile Trauermücke im Bernstein eingeschlossen 

BDG-Logo 180Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) nahm in einem Positionspapier erneut Stellung zum gentechnikfreien Gartenbau  Thomas Wagner, BDG  (Juli 2015)

In der politischen Auseinandersetzung und in der öffentlichen Diskussion bleibt die Grüne Gentechnik ein weiterhin umstrittenes Thema.

Abb.: Logo BDG