Naturnah gärtnern

Behrens Erik 

Ein Thema, das stets zu Diskussionen führt. Was ist eigentlich darunter zu verstehen, ist dies eine "Neuerfindung" der Gegenwart, ein Trick der Werbeindustrie oder haben unsere Altvorderen schon nach diesem Prinzip sich mit der Natur bewußt auseinandergesetzt? Deshalb möchte der Autor diese Thematik sach- und fachkundig beschreiben und den Kleingärtnern verständlich näher bringen.

In der Serie „Naturnah gärtnern" erläutert Erik Behrens - Mitglied der Garten-Fachkommission des SLK und Leiter des Stammtisches Süd ausführlich Wissenswertes, wovon jeder Kleingärtner profitieren kann.

Foto: SLK

Der Garten hat nicht nur Bedeutung als Lebens- und Aufenthaltsraum für uns Menschen, auch seine Bedeutung als naturnaher Lebensraum für einheimische Pflanzen und Tiere steigt wieder.

201806 Kleiner Fuchs ArtMechanic CC BY SA 3.0Bienen, Hummeln, Schmetterlinge etc. sind unersetzlich als Blütenbestäuber für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Im Obstanbau ist das wertvolle Zusammenspiel von blütenbesuchenden Insekten und Ertrag am deutlichsten sichtbar. Ohne Bestäubung der Apfelblüten im Frühjahr durch Bienen, Hummeln und Wildbienen gäbe es im Herbst nur wenige und minderwertige Äpfel. Auch bei Wildpflanzen gibt es unzählige solcher Abhängigkeiten. Damit u.a. Honig- und Wildbienen, Wespen, Hornissen, Schwebfliegen und viele Käferarten überleben können, brauchen sie vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst ausreichend Nahrung und Wohnraum. Gerade der Kleingärtner hat Möglichkeiten im Nutz- und Ziergarten Lebensräume und Nahrungsangebote für Blüten besuchende Insekten zu schaffen. Das lebenswichtige Nektar- und Pollenangebot von Frühjahr bis zum Herbst kann er durch den gezielten Anbau von blühenden Pflanzen fördern.

Foto - ArtMechanic: Kleiner Fuchs