Leipziger KGV und ihre Umgebung

LK 1aLothar Kurth, Mitarbeiter des SLK, ist in seiner Freizeit passionierter Fotograf. Berichte in Wort und Bild über Leipziger Kleingartenanlagen hat er zu "seinem" Thema gemacht.

Ein Großteil der Anlagen der Leipziger Kleingärtnervereine (KGV) liegen in Nachbarschaft zu besonderen architektonischen Sehenswürdigkeiten, zu Naturdenkmalen, Parks, Gewässern etc. Diese besondere Rubrik soll den Besuchern der Internetseite des SLK - sowohl Touristen als auch die Leipziger selbst - aufzeigen, dass sehenswerte Details des Stadtbildes nicht nur im Zentrum konzentriert sind. Auch in den Stadtteilen Leipzigs gibt es sehr viel zu entdecken. 

So entsteht hier ein eigenwilliger, interessanter  "Leipziger Stadtführer aus kleingärtnerischer Sicht".


STF Sfd S.00

Für die zweite Auflage des "Stadtteilführers Schönefeld" verfasste Lothar Kurth das Stadtteilportrait, das die Kleingartenanlagen des im Nordosten Leipzigs gelegenen Stadtteils zum Thema hatte. Darin wird deutlich, dass Schönefeld ein mit Grün gut durchwachsenes Gebiet ist.

Abb.: Titelblatt "Stadtteilführer Schönefeld", 2. Auflage; 2007; Herausgeber Bürgerverein Schönefeld

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02 Spielplatz 1411Im Einzugsgebiet des kleinen Fließgewässers Östliche Rietzscke im Ortsteil Sellerhausen-Stünz liegt die Anlage des 1916 gegründeten Kleingärtnervereins (KGV). Auf einer Fläche von ca. 1,35 ha werden 43 Parzellen bewirtschaftet.

Für die Kinder des KGV ist der benachbarte Spielplatz "Emmausstraße" - am Südende der Straße - mit Spielwiese, Tischtennisplatten, Sandspielfläche, Bänken und ganz besonders mit dem Rutsch- und Kletterturm ein "Glücksfall". Hier ist ausreichend Platz für die Knirpse, ihren Bewegungsdrang auszuleben.

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01 Kirche PdfDie kleine Anlage des 1911 gegründeten Kleingärtnervereins (KGV) mit ihren 24 Parzellen liegt etwas versteckt hinter der Apotheke an der Riesaer Straße, die mit der Theodor-Heuss-Straße (früher Schwedenstraße) eine stark befahrene Kreuzung im Osten Leipzigs ist.

Von hier aus entstand seit dem 12. Jahrhundert die alte Ortslage Paunsdorf. Zu den ältesten Bauwerken gehört die Genezarethkirche, die 1783 am Standort des Vorgängerbaus nach Plänen des Leipziger Baudirektors Dauthe entstand.

An der Westseite wurde 1875 der schlanke Kirchturm hinzugefügt,der bei den Einheimischen als der „Schneidergeselle" im Sprachgebrauch war. Vom Turm aus eröffnet sich ein herrlicher Ausblick auf die Kleingartenanlage.

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02 JHB SfdSchönefelds ältester Kleingärtnerverein (KGV) wurde 1883 gegründet. Beheimatet ist der KGV aber erst seit 1909 im Ortsteil, nachdem das Gelände in Volkmarsdorf durch die Königlich Sächsische Staatsbahn gekündigt worden war. Von der selbstständigen Gemeinde Schönefeld pachtete der Vorstand rund 10 ha östlich des Kohlwegs. Jedoch sollten die folgenden Jahrzehnte bis 2000 sehr turbulent werden. Bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde neben Gärten das Vereinshaus zerstört und der Spielplatz mit dem Planschbecken schwer beschädigt. Mit der Errichtung des Neubaugebietes Schönefeld (1973–1975), bei der 401 Gärten des Vereins abgerissen wurden, entstand auf dem ehemaligen Vereinsareal und des liquidierten Nachbarvereins ein aus sieben Segmenten bestehendes Studentenwohnheim. Im südlichsten Segment befindet sich seit 2001 die Jugendherberge mit 170 Betten in 57 modernen Gästezimmern.

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01 Ehem.Vereinshaus SAls der Kleingärtnerverein (KGV) 1897 gegründet wurde, war das Gelände östlich des Kohlweges noch unbebaut. Mit den später hinzugekommenen Nachbarvereinen entstand ein großes Kleingartenareal zwischen Kohlweg und Volksgartenstraße.

1925 beschlossen die Mitglieder anstelle des bisherigen und zu klein gewordenen Vereinscasinos den Bau eines für die damalige Zeit modernen und architektonisch anspruchsvollen Vereinshauses mit Keller- und Obergeschoss, das 1927 fertiggestellt war. Die Baukosten beliefen sich auf 85.000,00 Mark. Bei den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde das Vereinshaus schwer beschädigt und von den Gartenfreunden in den 1950er Jahren wieder aufgebaut.

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04 GrauwackesteinbruchVermutlich nicht allzu viele Leipziger kennen dieses einzigartige Flächennaturdenkmal (FND), das versteckt hinter der ehemaligen Eisenbahnstrecke von Leipzig-Plagwitz nach Pörsten und unterhalb der Brücke im Verlauf der Kurt-Kresse-Straße liegt.

Begrenzt wird der Grauwackesteinbruch im Norden durch den Goldrutenweg (parallel zur alten Bahntrasse), im Süden von der Eigenheimsiedlung und im Westen von der Anlage des Kleingärtnervereins (KGV) „Auf dem Berg" (gegründet 1990). Das FND befindet sich in Leipzig-Großzschocher auf den Flurstücken 746 a und 747.

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06 Teich im Stuenzer Park 1406Im Bebauungsplan von Sellerhausen war 1892 vorgesehen, den mit Grün unterversorgten Leipziger Osten aufzuwerten. Den Entwurf für einen Landschaftspark legte der städtische Gartendirektor Otto Karl Wittenberg 1896 vor und zwei Jahre später weihte Oberbürgermeister Dr. Otto Georgi das rund 11 ha große Areal als Volkshain Stünz (Stünzer Park) ein.

Der Park ist in zwei unterschiedlich große Teile gegliedert. Der östliche und größere Abschnitt liegt auf einem sanften Höhenrücken mit angelegten Alleen und der kleinere westliche in einer Senke, in der ein Teich integriert wurde (Foto rechts). Im Winter diente dieser früher als Eislauffläche und es gab im Sommer eine Fontäne, die die Attraktivität des Volkshain Stünz hob.

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Ab Mitte dem 19. Jahrhundert entwickelte sich Plagwitz unter dem Einfluss von Dr. Karl Erdmann Heine (1819-1888) massiv zu einer Industriegemeinde. Systematisch entstand die Infrastruktur mit einem Straßennetz und Eisenbahn-Gleisanschlüssen für die aus dem Boden schießenden produzierenden Fabriken.

Die Buntgarnwerke, größte gründerzeitliche Fabrikanlage in Deutschland, entstand zwischen 1888 und 1898 aus rotem Klinker mit horizontalen hellen Natursteinbändern nach dem Zusammenschluss der Wollgarnfabrik Tittel & Krüger mit der Kammgarnspinnerei Stöhr zwischen Nonnenstraße und dem Flusslauf der Weißen Elster (Foto rechts - Blick von der Karlbrücke).

 

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Abendsonne_Kippe_1024Durch die Bombardierungen während des Zweiten Weltkrieges lagen weite Teile Leipzigs in Trümmern. Eine der ersten mühevollen Aufgaben danach war die Beseitigung der Hinterlassenschaften.

Nach und nach wuchsen die Schuttberge an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet (u.a. entstand so das Zentralstadion).

Ein Standort wurde im südwestlichen Kleinzschocher aufgeschüttet. 27 Meter ragt die Erhebung über das Terrain an der Weißen Elster (111 m über N.N. - Foto rechts: Blick von der Radrennbahn Leipzig über die Kleingartenanlage "Abendsonne" zur Kippe / Foto unten: Blick in Richtung Plagwitz sowie nach Großzschocher-Windorf).

 

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Vom „Gipfel“ der Kippe Kleinzschocher hat man einen lohnenswerten Rundumblick, da man noch über die Baumwipfel blicken kann. Im Süden liegt der Cospudener See zum Greifen nahe, im Westen geht der Blick bis ins Anhaltinische und am Horizont zeichnet sich der Thüringer Wald ab. In Richtung Nordwest sieht man den Petersberg bei Halle und nordwärts sind die startenden Flugzeuge in Schkeuditz zu beobachten. Die Leipziger Innenstadt bietet der Blick nach Osten. Der „Aufstieg“ lohnt sich also.

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Der Verein der Kleingärtner „Gartenfreunde Südost“ entstand durch den Zusammenschluss (1929) der Gartenvereine „Gartenfreunde“ und „Südost“, der als älterer am 31. August 1911 gegründet wurde. Der heutige Verein besitzt rund 540 Parzellen und die Anlage zählt mit fast 14 ha Fläche zu den ausgedehntesten Leipzigs.

Das Areal ist neben dem Südfriedhof auch eingerahmt von der Gartenvorstadt Marienbrunn und der kleinen Parkanlage mit dem Marienborn.

 

SLK-Fotos: Straße "Denkmalsblick" in Richtung Völkerschlachtdenkmal - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

 

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Scheinbar völlig unbekannt oder vergessen liegt der Bahnhof Schönefeld am Ende der Elisabeth-Schumacher-Straße in Sichtweite des Leipziger Arzneimittelwerkes an der äußerst stark befahrenen Permoserstraße.

Das Bahnhofsbauwerk erweckt den Eindruck, als ob es als Vorlage für die entsprechenden Gebäude auf Modelleisenbahnen gedient haben könnte.  

 

SLK-Foto: Teil der straßenseitigen Ansicht des Bahnhofs - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

 

01 Stadtarchiv Sommer 1024

Auf Sellerhäuser Flur findet man die Anlage des Kleingärtnervereins "Buren" zwischen den Eisenbahntrassen der sogenannten "Leipzig-Hofer-Verbindungsbahn" und der Leipzig-Dresdner-Bahntrasse (anfangs die "Königlich-Sächsische Leipzig-Dresdner Staats-Eisenbahn"). Von der neuen Kohlwegbrücke hat man den besten Einblick auf das Gartenareal, das seit 1902 an dieser Stelle zu finden ist.

Von der Brücke aus ist das Stadtarchiv Leipzig zu erblicken, dessen Fundus für die Chronisten in den Vereinen und Traditionsbewußte eine sehr ergiebige Fundgrube darstellt (Foto rechts). Im Stadtverband können sich Interessenten hierzu informieren.

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01 Torgau Ecke PortitzStr 1024

Die Anlage des Kleingärtnervereins (KGV) „Volksgarten“, der 1906 gegründet wurde, erstreckt sich von der Eisenbahnbrücke über die Torgauer Straße entlang dieser Hauptstraße bis zur Portitzer Straße (siehe Foto rechts) und südwärts bis zum S-Bahnhaltepunkt Sellerhausen und von hier Richtung Norden entlang der Eisenbahntrasse bis zur Torgauer Straße.

Während die Kleingartenanlage „Volksgarten“ im Ortsteil Sellerhausen liegt, befindet sich der Park Volksgarten genau gegenüber der Torgauer Straße bereits im heutigen Ortsteil Schönefeld-Ost. Der kleine, im Stil eines englischen Gartens angelegte Grünzug wird begrenzt im südöstlichen Bereich durch die Torgauer Straße, im Westen von der Eisenbahnstrecke und an der nördlichen Flanke vom KGV „Nordostvorstadt“.

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01SRS Haenischstrasse 1024

Versteckt hinter den Einfamilienhäusern der „Seeräubersiedlung“ ist die 30 Parzellen umfassende Anlage des „Heideröschens“ zu finden. Zwischen den Häusern Nr. 27 und 29 der Hänischstraße (Admiral-Scheer-Straße) ist der Hauptzugang.

Die Bezeichnung der Siedlung, die in Schönefeld umgangssprachlich ist, geht auf deren Errichtung 1936 zurück. Damals wurden die sieben Straßen nach deutschen Admiralen und Kapitänen des Ersten Weltkrieges benannt. Obwohl die Straßen nach dem Zweiten Weltkrieg umbenannt wurden, hat sich diese Bezeichnung hartnäckig gehalten.

SKL-Fotos: Einmündung der Gittelstraße auf die Hänischstraße - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

09 Auensee 1024

Für Generationen war der Auensee das wohl beliebteste Ausflugsziel innerhalb der Stadtgrenzen für die ganze Familie. Die Bank für Grundbesitz Leipzig plante 1903 einen See mit einem Vergnügungspark. Aus der Lehmgrube einer Ziegelei im Ortsteil Wahren entstand zehn Jahre später der "Luna-Park" (Foto rechts: Blick über den See zum Südufer).

Zwischen den Jahren 1907 und 1910 wurde aus dem späteren Auensee Kies und Sand für den Bau des Leipziger Hauptbahnhofes gewonnen, der nach rund zweijähriger Bauzeit eingeweiht werden konnte (zunächst der preußische Teil am 1. Dezember 1911 sowie am 1. Mai 1912 der sächsische Teil).

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LRRB 02 1024

Die Radrennbahn Leipzig wurde am 30. April 1949 als Sportanlage "Sportplatz Windorfer Straße" eingeweiht. Zuvor existierte an dieser Stelle nach 1945 eine Filteraschenbahn für den Radsport. Noch 1949 benannte man die neue Sehenswürdigkeit in Kleinzschocher in "Alfred-Rosch-Kampfbahn" um.

Zwei Jahre danach wurden die ersten Bahnrennen auf der Betonpiste veranstaltet. Mit dem Europakriterium der Mannschaftsverfolger 1957 und den Steher-Weltmeisterschaften der Amateure 1958 sollte es zukünftig auch international zugehen.

SLK-Fotos: Im Eingangsbereich der Radrennbahn - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

 

Pleissewehr nah 1024

Der jüngste der 208 Kleingärtnervereine (KGV) liegt am gleichnamigen Wehr dess Flusses Pleiße. Die Gründung des KGV "Am Pleißewehr" e.V. erfolgte im Jahr 2006.

Obwohl es ein junger Verein ist, zählt die Kleingartenanlage mit zu den ältesten, denn bis 2006 gehörten die Parzellen südlich des Schleußiger Weges zum KGV "Südvorstadt" e.V. Durch die räumliche Trennung votierten die Mitglieder für die Schaffung eines eigenen, eigenständigen KGV.

SLK-Fotos: Pleißewehr seit 2011 in Betrieb - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

Taborkirche Suedseite 1024
Weithin sichtbar erkennt man, aus Großzschocher kommend, das imposante Bauwerk der Taborkirche mit ihren zwei je 50 m hohen Türmen am Südgiebel. Damit ist sie einzigartig in Leipzig. Auf einer Anhöhe im Ortsteil Kleinzschocher wirkt ihre Erscheinung besonders eindrucksvoll, wenn man an der Radrennbahn die Windorfer Straße entlang den Anstieg heraufkommt (siehe Foto rechts). Die Kirche entstand in den Jahren 1902 bis 1904 nach einem Planentwurf von Stadtbaurat Arwed Roßbach unter der Leitung des Architekten Richard Lucht. Am 13. März 1904 erfolgte die feierliche Weihe. In Anlehnung an den Berg Tabor im Norden Israles erhielt die Kirche ihren Namen.

SLK-Foto: Taborkirche auf dem sogenannten Tanzberg - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

 

UFZ PermoserStrasse 1024
An der Schnittstelle von zwei stark frequentierten Straßen, der Torgauer Straße und der Adenauerallee / Permoserstraße findet man die Gartenanlage des Kleingärtnervereins "Morgensonne" e.V.

Diagonal gegenüber der Kreuzung ist der großflächige Komplex vom Umwelforschungszentrum (UFZ) mit seinen baulichen Dominanten, dem Hochhaus (im Foto links) und dem Hauptgebäude (rechts), bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges  Produktionsstätte des Metallverabeitungs- und Rüstungskonzerns Hugo und Alfred Schneider AG "HASAG".  

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Schule Hofseite 1024


24. Grundschule Leipzig: In der heutigen Ortslage des alten Paunsdorf wurde 1885 die unter Leitung der Architekten Hülssner und Ludwig gebaute Schule eingeweiht. Sechs Jahre später erfolgte die Erweiterung der Schulgebäudes. Architekt Bechmann zeichnete hierfür verantwortlich. Seit 1902 wird die Bildungseinrichtung als mittlere Volksschule geführt. Der Industrievorort Paunsdorf wurde 1922 nach Leipzig eingemeindet (24. Volksschule). 1926/27 erfolgte die Errichtung der heute denkmalgeschützten Turnhalle. Zur POS „Walter Barth" wurde die 24. Grundschule 1958 umbenannt. Seit 1992 ist sie 24. Grund- und Mittelschule und seit 2002 heißt sie Integrative Einrichtung der Grundschule und des Hortes.

SLK-Fotos: Blick in den Innenhof der Schule - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

FriedhofLindenau KGVHoffnungWest 1 1024

Dort wo die Wohnbebauung beiderseits der Merseburger Straße stadtauswärts endet, liegt links der Bundesstraße B 181 die Anlage des Kleingärtnervereins "Hoffnung West 1926" e.V. und rechterhand der 11 ha große Friedhof Lindenau.

An der Zubringerstraße zur Autobahn A 9 entstand die neue Friedhofsverwaltung mit einem Blumenfachgeschäft (im Bild rechts).

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LindenauerHafen01 1024Obwohl Leipzig tief im Binnenland liegt, befindet sich an der westlichen Peripherie der Stadt der Lindenauer Hafen.

Dieser entstand auf dem Gelände einer vormaligen Kiesgrube der Westend-Baugesellschaft. Der erste Spatenstich für den Lindenauer Hafen am Anfang des Elster-Saale-Kanals erfolgte am 27. Mai 1938. Jedoch wurde das Projekt nicht vollendet, denn der Durchstich kam bisher nicht zur Ausführung. Auch der Elster-Saale-Kanal endet abrupt in der Landschaft hinter Günterdorf in Sachsen-Anhalt unweit der Saale. Somit blieb es ein Traum, Leipzig zur Hafenstadt werden zu lassen.

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Rennbahn Suedvorstadt 6 1024

Ein Kleinod der außergewöhnlichen Güte ist die benachbarte Galopprennbahn Scheibenholz mit der zweitürmigen Haupttribüne (im Bild rechts). Kaum eine Stadt kann eine Pferderennbahn in unmittelbarer Nähe zu  ihrem Stadtzentrum aufweisen. Am 1. Mai jeden Jahres ist bereits der Saisonhöhepunkt mit den aktuell herausragenden Galoppern. Die erste Rennbahn lag zwischen Lindenau und Schönau (Postgut von Karl Heine). Am 13. September 1863 fanden die ersten acht Rennen statt. Stattnah entstand die heutige Galopprennbahn auf Schimmels Wiese im Scheibenholz. Aufgrund der schönen Lage wurde die neue Rennbahn mit der Pariser Derbybahn in Chantilly verglichen. Am 14. und 15. September 1867 fand das Eröffnungsrennen statt. Damals betrug die Bahnlänge nur 1550 m.

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Glueck auf Doelitz 3 5052An der Friederikenstraße im Süden Leipzigs liegt die kleine Anlage des Kleingärtnervereins "Glück auf Dölitz" e.V. Viele der Pächter waren Kumpels und fuhren in den Untertageabbau, um die Rohbraunkohle abzubauen.

Als "Schacht Dölitz" im Volksmund bekannt, wurde durchgehend von 1895 bis 1959 in der Braunkohletiefbaugrube Schacht Dölitz der wichtige Rohstoff aus 80 m Tiefe gefördert. In den Jahren 1927 und 1928 beförderte eine Drahtseilbahn die Rohbraunkohle vom Schacht Dölitz in das Städtische Elektrizitätswerk Süd. Im Foto ist der Förderturm des Bergwerks zwischen Bäumen aus der Vereinsanlage zu sehen.

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Freiland 1 5825

An der Döllingstraße entstand 1919 nach dem Ersten Weltkrieg der Kleingärtnerverein "Freiland" e.V. - Robert Dölling war ab 1889 der Gemeindevorsteher von Paunsdorf.

Aufgrund des rasanten Wachstums des Industrievorortes konnte Leipzig die Gemeinde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr mit Trinkwasser versorgen. Deshalb musste Paunsdorf ein Wasserwerk mit drei Tiefbrunnen und den Wasserturm Paunsdorf errichten.

1903 entstand das weithin sichtbare Bauwerk (im Foto rechts).


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Tiefland 4975 1024

Der Kleingärtnerverein (KGV) "Tiefland" e.V. wurde 1934 gegründet und die Anlage liegt in Nachbarschaft des Geländes der Alten Technischen Messe mit Zugang von der Richard-Lehmann-Straße.

Getrennt durch die Bahntrasse vom Bayerischen Bahnhof  her befand sich das ehemalige 12 ha große Areal des Schlachthofes Leipzig, zwischen 1888 und 1991 eines der größten Unternehmen der Fleischverarbeitung. In den Jahren zwischen 1996 und 1999 entstand auf diesem Gebiet die Sendezentrale des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), als Dreiländeranstalt für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, der viertgrößten ARD-Anstalt. Am 13. Juli 2000 wurde die Zentrale eröffnet. Das Hauptgebäude des MDR (im Bild rechts) hat die Fassadenform eines nachempfundenen Bildschirms.

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