Giftpflanzen im Kleingarten

2013 Weidling Olaf 04 

In unseren Kleingärten gedeihen neben Obst und Gemüse auch Pflanzen, die tödliche Gifte enthalten.

In der Serie Giftpflanzen im Kleingarten informiert Autor Olaf Weidling über die zum Teil lebensgefährlichen Mitbewohner, denn wer eine Gefahr kennt, kann sich schützen.

Foto: SLK

 

 

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2013 12 Pfaffenhuetchen VIEX 768px-Euonymus europaeus fruit 2Geschichte: Früher wurde das Pulver der Samen des Pfaffenhütchens (auch Gewöhnlicher Spindelstrauch) als Ungeziefermittel verwendet. Man gebrauchte es gegen Krätzmilben und Läuse. Die Volksheilkunde nutzte die Droge auch als harntreibendes Mittel.

Vorkommen: Das Pfaffenhütchen kommt vor allem in Europa, besonders in Mitteleuropa, vor und wächst an Waldrändern und Gebüschen. Vor allem in unseren Parzellen und Kleingarten-anlagen wird sie kultiviert.

Beschreibung: Das Pfaffenhütchen ist ein sommergrüner, 1,5 bis 4,0 m hoher Strauch mit vierkantigen grünen Zweigen, ältere sind grau. Die Blätter sind gegenständig, elliptisch, mit feinem gesägten Rand, die sich im Herbst leuchtend rot verfärben.

Foto: VIEX / wikipedia

2013 11 Kirschlorbeerstrauch kku wikipediaGeschichte: In der griechischen Mythologie stellt der Gott der Sonne und der Schönheit, Apollon, Daphne nach. Um ihm zu entkommen, wirft sie sich in die Arme ihrer Mutter, der Erde. Die Erde öffnet sich und schließt sich im richtigen Moment wieder. Und am selben Ort beginnt ein Lorbeer zu wachsen. Seit dieser Zeit gilt der Lorbeer in der griechisch-römischen Welt als das Symbol des Sieges. Siegreiche Athleten tragen einen Kranz aus Lorbeer. Ebenso Kaiser von Julius Cäsar bis zu Napoleon dem Ersten.

Vorkommen: Seine Heimat sind das nördliche und östliche Mittelmeergebiet sowie der Kaukasus. Häufiger Zierstrauch in unseren Kleingärten, der oft in Form von Hecken zu finden ist.

Foto: kku / wikipedia

2013 10 Atropa belladonna Kurt Stueber wikipediaWeitere Namen sind: Teufelskirsche, Wut beere, Schlafkirsche, Irrbeere und Schminkbeere.

Geschichte: Die Tollkirsche (r.) wurde schon von Paracelsus (1493-1541) erwähnt. Sie diente früher als Heilmittel, wurde aber auch zu Giftmorden benutzt. Im Aberglauben und Hexenkult des Mittelalters spielte die Pflanze eine besonders große Rolle. In Liebestränken und in den Hexensalben war unter anderem Tollkirsche enthalten. Auf die Haut aufgetragen, führte sie zu real erlebten Wahnvorstellungen, wie z.B. der Vorstellung zu fliegen.

Foto: Kurt Stüber / wikipedia

2013 09 Seidelbast-gr botanikus.deWeitere Bezeichnungen zu dieser Pflanze sind: Kellerhals, Pfefferstrauch, Brennwurz, Beisbeere. Alle Wildwachsenden Exemplare europäischer Arten sind geschützt.

Geschichte: Schon 400 v.Chr. wurden Seidelbastsamen als "knidische Körner" in den Hippokratischen Schriften erwähnt. Im 1. Jh. n.Ch. beschrieb Dioskurides, ein griechischer Arzt und Pharmakologe, die Pflanze in seiner "Materia medica", einem aus fünf Büchern bestehenden Handbuch der abendländischen Medizin. Auch nördlich der Alpen war der Gemeine Seidelbast schon früh bekannt. Der Name Zeidelbast oder Zeiland ist auf den germanischen Gott Ziu zurückzuführen, dem der Strauch, den die alten Germanen "Ziolinta" nannten, geweiht war. Vielleicht geht der Name aber auch auf den germanischen Gott Tyr zurück, denn manche dänische Namen für Seidelbast deuten darauf hin: Tyvidir, Tyed, Tyswed.

Foto: Gemeiner Seidelbast, www.botanikus.de

2013 08 Rote-Lupine Franz Eizinger wikiGeschichte: Die Kultur der Lupine reicht zurück in die Antike. Die eiweißreiche Pflanze wurde zur Gründüngung angebaut und nach der Entbitterung auch als Viehfutter verwendet. Im 12. Jahrhundert zogen diese Gewächse als Zier- und Heilpflanze in die Gärten ein.

Name: Die Bezeichnung Lupine stammt von lateinischen Lupus für Wolf und bezieht sich möglicherweise auf die wolfsgrau behaarten Hülsen oder auf den bitteren Geschmack der Samen. So ist eine weitere deutsche Bezeichnung auch Wolfsbohne.

Vorkommen: Lupinen wachsen an Waldrändern und Böschungen, häufig als Zierpflanzen in Gärten, und sie werden auch als Wildfutter angepflanzt. Lupinen dienen der Bodenverbesserung, da sie mit Hilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff im Boden aufbauen. Sie werden aus diesem Grunde auch untergepflügt.

Foto: wikipedia - Rote Lupine, Franz Eizinger

2013 07 Roter Fingerhut Digitalis purpurea Joerg Hempel wikiGeschichte: Die Heilpflanze wurde vermutlich durch die Iren im 5. Jahrhundert entdeckt. Leonhard Fuchs (1501-1566) beschrieb die Pflanze in seinem berühmten Kräuterbuch. Die Wirkung dieses Gewächses erläuterte der englische Arzt William Withering (1741-1799) in seinem Buch über die Pflanze im Jahre 1785. Er erkannte die Wirkung der Digitalis-Medizin zur Stärkung des Herzens. In den irischen und englischen Sagen dient die Fingerhutblüte den Elfen als Kopfbedeckung. Übrigens war der Rote Fingerhut die Giftpflanze des Jahres 2007.

Vorkommen: Den Roten Fingerhut (Digitalis purpurea L.) findet man verstreut und gesellig auf Kahlschlägen, Waldlichtungen und an Waldwegen. Als Zierpflanze in Gärten und Anlagen mit variierender Blütenfarbe von weiß bis dunkel, lila, rot.

Foto: wikipedia, Jörg Hempel

2013 06 Heckenkirsche wiki Fellanx F.LangeVorkommen: In Europa und im westlichen Asien sowie fast in ganz Deutschland in heimischen und krautreichen Laubwäldern. In den Parzellen und in den Kleingartenanlagen als Zierstrauch.

Beschreibung: Ein bis zwei Meter hoher, sommergrüner, dicht buschiger Strauch mit gegenständigen, breit eiförmig, ca. 6 cm langen, beiderseits weichhaarigen Blättern. Die Blüten sind gelblich weiß, oft rosa überlaufen. Sie sind zweilippig, paarweise an einem Stiel. Die Beeren sind auffallend rot, seltener gelb bis orange, glasig, erbsengroß, am Grunde paarig zusammengewachsen.

Foto: wikipedia, Fellanx, F. Lange

2013 05 Feuerbohne wiki Painted Lady Red KnightGeschichte: Die Feuerbohnen (Phaseolus coccineus) kommen aus den subtropischen Regionen Mittelamerikas, gedeihen dort aber in höheren Lagen. Zunächst wurde die Feuerbohne mit ihren schönen roten Blüten als Zierpflanze gehalten.

Im 17. Jahrhundert brachte man sie auch nach Europa mit. Bis ins 18 Jahrhundert galten ihre Hülsen und Samen als ungenießbar. Die leuchtend hellrote Blüte ist der Namensgeber für dieses Gewächs.

Vorkommen: Beheimatet im tropischen Mittelamerika. In Mitteleuropa wird die Feuerbohne als Kletterpflanze an Spalieren von Terrassen und Balkon genutzt, in Gärten als Zier- und Gemüsepflanze.

Foto: wikipedia

2013 04 Sadebaum poetschkeGeschichte: Der Sadebaum war früher in der Volksmedizin ein beliebtes Mittel, um Abtreibungen vorzunehmen. Da der Baum in allen Teilen giftig ist, kam es jedoch häufig zu Todesfällen. Bock erwähnt in seinem Kräuterbuch, dass die „Pfaffen pflegen auf dem Palmsonntag den Sevenbaum mit anderen grünen Gewächsen zu weihen" (Palmenweihe zur Abwehr böser Geister von Haus und Hof). Hildegard von Bingen empfahl ihn gegen Geschwüre, Würmer und bei Lungenleiden.

Foto: http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Juniperus_sabina_cult1.jpg - www.poetschke.de

2013 03 Ricinus wikiWeitere Bezeichnungen für das Gewächs sind Wunderbaum (von Sansibar), Hundsbaum, Läusebaum, Kreuzbaum sowie Palma Christi oder Christuspalme. Ein christlicher Bezug ist nicht gänzlich erwiesen, auch wenn im Alten Testament ein Hinweis auf den Rizinus (Ricinus communis) im Buch des Propheten Jona, Kapitel 4, Verse 6 bis 8 zu finden ist.

Geschichte: Der Rizinusbaum wird seit über 4000 Jahren bereits als Ölpflanze in Ägypten angebaut. Dies ist aus schriftlichen Aufzeichnungen (Papyrus) und Grabbeigaben belegt. Das Öl wurde seinerzeit schon als Abführmittel, jedoch auch für die Haarpflege benutzt.

Foto: wikipedia

2013 02 Thuja occidentalis wikiVorkommen: Die Heimat des Lebensbaums sind Ostkanada sowie der Nordosten der USA. In Europa kommt er überwiegend auf Friedhöfen vor. Aber vor allen sehen wir die Gewächse in unseren Kleingärten als Heckenpflanze und Sichtschutz vor Gartenlauben – wo sie nicht hingehören laut Bundeskleingartengesetz.

Beschreibung: Der Lebensbaum erreicht eine Höhe bis zu 20 m. Seine Äste sind waagerecht oder schräg gestellt. Die Blätter sind schuppig, dachziegelartig, oberseitig dunkelgrün und unterseitig matt sowie Blätter auf der Zweigoberseite mit drüsigem Höcker. Die Blüten sind eingeschlechtig, weibliche als gelbgrüne Sternchen, männliche als einständige Kätzchen. Die Zapfen des Lebensbaumes sind 1 cm lang, hellbraun und aus 8 bis 10 Paar stumpfen Schuppen bestehend. Die Samen sehen geflügelt aus.

Foto: wikipeida

2013 01 Gefleckter Aronstab Arum maculatum wikiGeschichte: Im Glauben vieler Völker war man der Ansicht, dass die Kolben der Aronstabgewächse, in Form eines Phallus, die Potenz steigere und einen Nachwuchssegen beschere. Der Name der Pflanze steht in Verbindung mit dem Hohepriester Aron, aus dessen in die Erde gestecktem Stab sich das Gewächs emporrankte. Bei Erkrankungen an den Atemwegen setzte man in starker Verdünnung die Pflanze ein.
Vorkommen: In mitteleuropäischen Breiten und im Mittelmeerraum in feuchten Laubwäldern, unter Gebüschen und Hecken, in Gartenanlagen unter Bäumen und an Teichen.

Foto: wikipedia

2012 12 Christrose-Schneerose wiki aGeschichte: Die Christrose (Helleborus niger) ist auch unter den Namen Weihnachts- bzw. Schneerose bekannt. Sie gehört der Gattung Nieswurz an. Bereits Plinius der Ältere  (23 – 79 n.Chr.) rwähnte, dass die Nieswurz medizinisch eingesetzt wurde, besonders gegen Wahnsinn und Epilepsie. Hierbei differenzierte er zwischen schwarzer und weißer Nieswurz, wobei diese eigentlich als weißer Germer nicht mit den Nieswurzarten verwandt ist. Gemeinsam ist allen das Hervorrufen eines Niesreizes.

Foto: wikipedia

2012 11 Herbstzeitlose 300px wikiGeschichte: Der griechische Arzt Pedanios Dioscurides, der berühmteste Pharmakologe des Altertums (1. Jahrhundert), beschrieb schon in seiner „De materia media" Colchicum-Arten. Die Pflanzen wurden seinerzeit zu Heilzwecken, aber auch zu Giftmorden benutzt. Im Mittelalter verwandte man die Herbstzeitlose (Giftpflanze des Jahres 2010) hauptsächlich zur Behandlung von Gicht. Auch gegen Pest, aber ohne die erwarteten Erfolge. Umso sicherer war ihre Verwendung für gezielte Mordanschläge. Der Name ist von der Landschaft Colchis an der Ostküste des Schwarzen Meeres abgeleitet (Linné). Weitere Namen u.a. sind: Butterwecken, Giftkrokus, Heugucken, Hundszwiebel, Kuheuter, Michaeliblume und Teufelsbrot.

Foto: wikipedia

2012 10 Eibe Blaetter und SamenmantelLiebe Gartenfreunde, die Eibe (Taxus Baccata) ist ein beliebtes Ziergehölz in unseren Kleingärten. Aber viele wissen wahrscheinlich nicht dass sie sehr giftig ist! Sie ist auch unter die Nahmen Beeren-Eibe, Eife, Ibe, Bogenbaum und Totenbaum bekannt.

Geschichte: Vor vielen Jahrhunderten wurden aus dem Eibenholz wegen seiner Härte Pfahlbauten, Pfeil und Bogen sowie Gebrauchsgegenstände hergestellt. Von den Kelten ist bekannt, dass sie mit Eibensaft ihre Pfeile vergifteten. Auch wurden Eibennadeln früher für Mord, Selbstmord und bei Abtreibungen eingesetzt. Das Holz der Eiben war so begehrt, dass im 16. Jahrhundert eine Schonzeit erlassen wurde. Hieronymus Bock stellt fest, dass der Rauch der Eibe gegen Mäuse eingesetzt wurde.

Foto: wikipedia

2012 09 Stechpalme 357px-Illustration Ilex aquifolium0Geschichte: Im Römischen Reich galt die Stechpalme als Sinnbild für freundschaftliche Zuwendung und Wohlwollen. Während eines Festes, das fast zeitgleich mit dem heutigen Weihnachten lag, schenkte man sich Ilex-Zweige. Eine symbolische Wandlung erfuhren die mit Dornen bewehrten Ilexblätter im Christentum als die Dornenkrone von Jesus und die roten Beeren als sein Blut, das er aus Liebe zu den Menschen nach der Bibel vergossen hat.

In Nordamerika nutzten Indianer im Gebiet der Appalachen die Pflanze als Rauschmittel für gesteigerten Kampfesmut. Im Volksglauben sollten geweihte Zweige über die Tür gelegt das Haus vor Donner und Blitz bewahren und in der Heilkunde diente die Pflanze als Abführ- und fibersenkendes Mittel, allerdings oft mit Vergiftungsfolgen.

Abb.: wikipedia

2012 08 Wolfsmilch kreuzblaettrig wikiBezeichnungen: Nicht eindeutig geklärt ist die Bedeutung des botanischen Namens. Es wird angenommen, dass auf die Giftigkeit der Pflanzen und die dadurch verursachten Vergiftungssymptome hingewiesen werden soll: Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris). Weitere deutsche Bezeichnungen sind Hexen- oder Teufelsmilch, Specht- bzw. Springwurzel, Wühlmauswolfsmilch und Warzenkraut.

Geschichte: Der erste lateinische Namensteil Euphorbia verweist auf den Leibarzt des mauretanischen Königs Juba II. (ca. 50 v.Chr. bis 24 n.Chr.) Euphorbus.

Foto: wikipedia

2012 07 Stechapfel wiki DaturaStramonium-plant-smBezeichnungen: Für die Pflanze gibt es verschiedene Namen, u.a. Weißer und Gemeiner Stechapfel, Donnerkugel, Hexenkraut, Schwarzkümmel und Stachelnuss.

Geschichte: Bereits um ca. 300 v.Chr. berichtete man von der narkotischen und giftigen Wirkung des Gemeinen Stechapfels und es existieren Überlieferungen, wonach um 1000 n.Chr. die Pflanze erstmals medizinisch eingesetzt wurde.

Vorkommen: Die Pflanze ist weltweit zu finden, besonders an Wegerändern und Waldwegen sowie in vernachlässigten Gärten.

Foto: wikipedia

2012 06 Schlafmohn MohnfeldGeschichte: Der Schlafmohn zählt zu unseren ältesten Kulturpflanzen. Seit der Jungsteinzeit wird die Pflanze in Südeuropa verwendet und in Keilschriften erstmals ca. 4.000 v.Chr. schriftlich zu Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen beschrieben.

Auf Zypern wurden in der späten Bronzezeit Flaschen hergestellt, die in ihrer Form an Mohnkapseln erinnern und die Sumerer nannten den Schlafmohn „Pflanze der Freude“. Auch die Griechen und Römer nutzten die Pflanze.

Foto: wikipedia/Welleschik

2012 05 Maigloeckchen wikiGeschichte: In vielen älteren Abbildungen waren die Ärzte mit einem Maiglöckchen (convallaria majalis) in der Hand dargestellt. Die Pflanze galt als Mittel zur Stärkung des Herzens und des Gehirns. In der Bevölkerung verband man das Maiglöckchen mit Liebe und Glück.

Vorkommen: Das Maiglöckchen auch genannt die Maiblume kommt in Laub- und Kiefernwälder sowie unter Gebüschen als Zierpflanze in Gärten und Parkanlagen vor.

Foto: wikipedia

2012 04 BuchsbaumGeschichte: Der Buchsbaum wird bereits seit der Antike kultiviert. Schon Griechen und Römer verwendeten Buchsbaum zur Herstellung von Hecken. Durch Züchtungen sind im Laufe der Geschichte über 60 verschiedene Arten entstanden. In der Gartenkunst spielt der Buchsbaum eine dominierende Rolle.

Vorkommen: Natürlich in wärmeliebenden Laubwäldern, in Deutschland selten, häufiger in Südeuropa. Als Zierstrauch häufig angepflanzt, auch als Kübelpflanze. Oft sind sie in wunderschönen Formen geschnitten.

Beschreibung: Ein 0,3 m bis 4,0 m hoher Strauch oder Baum mit immergrünen, ovalen 2 cm langen, ledrigen Blättern, gegenständig angeordnet. Blattoberseite glänzend dunkelgrün, Blattunterseite ein helleres Grün. In den Blattachseln unscheinbar männliche Blüten, die eine weibliche Blüte umgeben. Früchte 3-fächrig, gehörnte grüne, später braune Kapseln mit je 2 braunen Samen. Die Blütezeit ist im März bis April.

Foto: wikipedia

2012 03 Kaiserkrone wikiDie seit dem 16. Jahrhundert in Europa beheimatete, ursprünglich aus Persien stammende Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ist eine der prachtvollsten Pflanzen, die der Garten zu bieten hat. Auf dem 80 bis maximal 120 cm hohen und oben blattlosen Blütenschaft thront in den Monaten April bis Mai ein Kranz von roten, orangefarbenen oder gelben Blütenglocken, darüber eine üppige Krause aus spitzen, in die Höhe ragenden Blättern. Sie verströmt einen intensiven Duft (Raubtiergeruch).

 

Ähnliche Vertreter: Auch zahlreiche Arten im Mittelmeerraum, in Südwest-Asien und im westlichen Nordamerika. Von der beschriebenen Art sind auch Formen mit gelben oder roten Blüten kultiviert. Auf Wiesen heimisch ist die kleine, zierliche Schachblume Fritillaria meleagris, die ebenfalls als Zierpflanze in mehreren Farbsorten kultiviert wird.

 

Foto: wikipedia

2012 02 Amerik.Kermesbeere wiki

Diese Zierpflanze trifft man in unseren Kleingärten und Anlagen sehr häufig an, da der Samen dieser Pflanze von unseren heimischen Vögeln verbreitet wird. Das Gewächs ist meist an Gartenzäunen zu sehen, weil die Tiere die Kerne (Samen) nicht verdauen können und sie an diesen Stellen oft ausscheiden. Die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) ist in Nordamerika beheimatet.

Beschreibung: Bis zu zwei Meter hohe Stauden mit purpurrotem, aufrechtem und verzweigtem Stängel, grünlich weißen Blüten mit zehn Staubblättern und zehn verwachsenen, meist stehenden Fruchtblättern. Später hängen sie bogenförmig herunter und die Trauben sehen tief schwarz aus. Blütezeit ist Juni bis August, Fruchtzeit Juli bis Oktober. Die Wurzeln sind rübenförmig.

Foto: wikipedia

2012 01 Blauer EisenhutDer Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) ist einer der giftigsten Pflanzen Europas. Sie werden auch als Zierpflanzen in den Gartencentern verkauft. Man sollte sich beim Kauf dieser Zierpflanze vorher Gedanken machen, ob ich diese in meinen Garten pflanze. Das heist, wenn sich Kleinkinder im Garten aufhalten, sollte ich auf diese Zierpflanze ganz und gar verzichten.

Da unsere Kleinen unternehmungslustig sind und alles was auffällig im Garten ist, wie zum Beispiel die schönen blauen Blüten des Eisenhutes, versuchen sie es zu berühren oder sogar in den Mund zu stecken. Das kann dramatisch werden und zu einer Vergiftung führen. 

 

Foto: wikipedia