2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs Kalendergedanken" bzw. "Über den Gartenzaun gefragt" in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund"

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

2013 06 Birnengitterrost Gymnosporangium sabinae fg01Liebe Gartenfreunde, abermals war ich unterwegs, um über die Gartenzäune zu schauen. Immer wieder muss ich registrieren, dass viele Gartenfreunde die Kleingartenordnung nicht beachten bzw. einhalten. Ich bin gar der Meinung, dass einige Gärtner den Inhalt überhaupt nicht kennen. Ansonsten würden nicht so viele Ungereimtheiten im Garten entstehen. Was mich dabei sehr verärgert, ist der neue Trend, Ziergehölze jeder Art zu pflanzen. Zum Beispiel sieht man oft den Ginkgo, Eiben (sehr giftig), Fichten, Lebensbäume, Scheinzypressen und Wacholder. Es ist unbegreiflich, dass alte Bäume gerodet und dafür neue gepflanzt werden. Das sind durchgängig ungeeignete Baumformen, da sie Höhen über 20 m erreichen und herabfallende Nadeln versauern den Parzellenboden. Der Wacholder ist eine Wirtspflanze für Birnengitterrost!

Foto: wikipedia - Birnengitterrost: Blattoberseite im Juli

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, den Witterungsverlauf der letzten Monate haben wir mit gemischten Gefühlen verfolgt. Jeder von uns stand im März „in den Startlöchern", um endlich in seinem Garten „loslegen" zu können. Aber die kalten Temperaturen bis minus 12 °C haben uns daran gehindert. Im gesamten meteorologischen Winter (1. Dezember – 28. Februar) schien die Sonne nur zu 55 % ihres langjährigen Solls. Der Januar war gar der dunkelste Monat seit 1951 laut den Wetteraufzeichnungen.

Meiner Meinung nach, liegen wir mit unseren Aussaatterminen drei Wochen zurück. Die Natur wird diesen zeitlichen Rückstand jedoch ausgleichen. Wie heißt es im Volksmund: "Pflanzt man im April, da kommt die Saat wann sie will. Pflanzt man im Mai, dann kommt sie glei´."

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

"Nur wer den Garten sorglich pflegt, weiß auch, dass er ihm Früchte trägt." Liebe Gartenfreunde, mit diesem Satz, der dem Volksmund entliehen ist, möchte ich dieses Mal starten. In diesen Monat ist der Zeitpunkt gekommen, für die Aussaat unserer beliebten Kartoffel. Bei meinen Rundgängen durch die Gartenvereine ist mir immer wieder aufgefallen, dass unsere Kleingärtner ihre Kartoffeln zu dicht in den Reihen legen. Sie sind vermutlich der Ansicht, viele dichte Reihen bringen umso mehr Ernteerfolge. Aber das ist ein Trugschluss. Die Kartoffel braucht viel Platz, um sich gut entfalten zu können. Ich bin mir auch sicher, dass in manchen Parzellen der Platz nicht ausreicht, um zu einer optimalen Ernte zu gelangen. Daher folgender Rat: „Je größer der Reihenabstand, umso optimaler die Ernteausbeute".

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

2013 03 Rot-u.WeissfleckenkrankheitLiebe Gartenfreunde, machen Sie einfach das Beste aus Schönwetterperioden und bereiten Sie bei den ersten Arbeiten den Boden Ihrer Gartenbeete vor. Entfernen Sie aber auf keinen Fall zu schnell Abdeckungen und schützenden Mulch, denn im März sind nachts noch Frosttemperaturen zu erwarten.

Im Obstgarten sollte im März die Pflanzzeit für Beerensträucher (Wurzelnackte)  beendet werden, da bei günstigen Witterungsbedingungen der Austrieb beginnt. Wer noch Obstbäume pflanzen möchte, sollte folgendes beachten. Nicht alle Bäume sind Selbstbefruchter, deshalb müssen wir beim Kauf die richtigen Sorten wählen, weil einige Sorten auf eine Befruchtersorte angewiesen sind.

Foto: Rot- und Weißfleckenkrankheit / www.gartenakademie.rlp.de

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, bis zum Ende des Monats sollte der Obstbaumschnitt abgeschlossen sein. Ausnahmen sind Pfirsich und Aprikosen. Diese werden besser erst zur Zeit des Austriebs geschnitten, wenn Frostschäden erkennbar sind.

In vielen Kleingärten gibt es noch alte Obstbäume, die einen fachgerechten Schnitt bislang wohl noch nie erlebt haben. An diesen Bäumen wird das Fruchtholz teilweise zu dicht stehen. Die daran wachsenden Früchte bleiben klein und reifen nicht richtig aus. Hier erreicht man mit Schere und Säge – später ersichtlich – erstaunliche Veränderungen. Nach dem Herausnehmen von totem, krankem, hängendem oder schwachem Fruchtholz, erwachen die Bäume wieder zu neuem Leben!

2013 01 Buschwindroeschen Anemone nemerosa wikiHallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Ich hoffe, der „Einstieg" in das Jahr 2013 war angenehm. Damit wirft auch ein neues Gartenjahr seine Schatten voraus. Auch in dieser kalten, fast vegetationslosen, Jahreszeit gibt es doch so einiges zu tun.

An Tagen um die 0°-Celsius-Grenze herum kann der Schnitt am Kernobst bzw. Zierbäumen vorgenommen werden. Ist es frostiger, können die offen zutage liegenden Zellen der Schnittfläche durch Eisbildung platzen. Daraus resultieren krankheitsanfällige Wunden. Sind diese größer als eine 1-€-Münze, werden sie mit Baumwachs versiegelt.

Foto: wikipedia

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, das Gartenjahr neigt sich nun dem Ende entgegen. Trotzdem gibt es noch einige Arbeiten, die man im Dezember realisieren kann. Nach dem ersten Frost beginnt die Ernte von Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing. Kälteverträgliches Gemüse wie Radicchio, Endivien, Feldsalat und Lauch kann laufend geerntet werden. Bei angekündigten starken Nachtfrösten ist das verbleibende Wintergemüse mit Vlies abzudecken. Eingelagertes Gemüse regelmäßig kontrollieren und schimmliges oder faulendes sofort aussortieren. Vergessen sie auch nicht, ihre Lagerräume regelmäßig zu lüften. Nun zum Thema: Richtige Lagerung von Obst und Gemüse.

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Heute werde ich mich wie versprochen dem „ewigen" Thema Obstbaumschnitt im Kleingarten widmen. Leider stelle ich immer wieder fest, dass unsere Kleingärtner recht wenig über den Obstbaumschnitt wissen. Oft sehe ich, dass Gartenfreunde ihre Obstbäume wie Pinien schneiden, damit sie „schön" aussehen. Bei diesem „Verschönerungsschnitt" werden aber die fruchttragenden Triebe oftmals rigoros abgeschnitten. Der Sinn der Sache ist jedoch, dass wir im nächsten Jahr gesunde Früchte ernten. Mit dieser Schneidmethode werden Sie aber keinen Erfolg haben, Sie schaden eher dem Obstgehölz. Wie ein Gehölz auf den Schnitt reagiert, ist auch vom Zeitpunkt des Schnittes innerhalb des Jahres  abhängig. Nach dem Schnitt muss der Obstbaum die Wunden überwallen und neu austreiben. Es lässt sich natürlich besser schneiden, wenn der Obstbaum ohne Blattwerk ist, denn so kann man die Krone besser überblicken. Das Steinobst reagiert jedoch im Winter empfindlicher auf dem Schnitt. Im Gegensatz zum Kernobst verheilen die Wunden schwerer.

Folgende Regeln beim Schnitt der Obstgehölze müssen Sie beachten: