2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs Kalendergedanken" bzw. "Über den Gartenzaun gefragt" in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund"

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf",

im März beginnt der Frühjahrsputz, denn die Natur erwacht allmählich aus ihren Winterschlaf. In diesem Monat kann auch der Winterschutz von den Beeten entfernt werden. Dabei sollte man aber die Wetterlage beobachten! Es ist ratsam, einen Teil des Reisigs noch in Griffnähe liegen zu lassen, um einige besonders empfindliche Pflanzen bei Nachtfrösten rasch abdecken zu können. Wenn der Boden frostfrei ist, kann alles in den Boden, was im Sommer wachsen und blühen soll.

Vor allen Dingen ist jetzt Pflanzzeit für Gehölze, Stauden und Rosen. Dabei sollte man beachten, dass das Pflanzloch zwei Spaten tief ausgehoben wird und die ausgehobene Erde mit organischem Dünger oder Kompost vermischt wird. Folgende Grundregel:

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf",

das waren doch recht hohe Temperaturen, die wir in der ersten Januarhälfte hatten (bis 15 °C). Die Maulwürfe, das „Grauen" vieler Kleingärtner, ackerten fast unbemerkt unsere Rasenflächen um. Sogar die Obstbäume zeigten Anzeichen der Blüte. Für Allergiker war es um diese Jahreszeit ein Trauma, da die Pollen der Haselnuss und Birke umher flogen. Nach diesem kurzen Rückblick schauen wir nun in den Februar.

„Ohne Winter wäre der Frühling nur halb so schön" - Walter Ludin

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf". Mit den Worten des Schweizer Journalisten möchte ich Euch ein gesundes und ertragreiches Gartenjahr 2014 wünschen.

Der Winter ist die Zeit, in der die meiste Gartenarbeit „auf Eis liegt" und sich sowohl die Parzelle, als auch die Kleingärtner ausruhen und erholen können, um im Frühjahr mit „geballter" Kraft ins neue Gartenjahr zu starten. Trotzdem gibt es gärtnerische Arbeiten, die auch im Winter erledigt werden können.

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf",

nun ist auch für den emsigsten Kleingärtner die Gartensaison ausgeklungen. Die Vegetation ruht weitgehend und die anfallenden Gartenarbeiten sind dementsprechend gering. Sobald die diese beendet sind, werden alle Gartengeräte gesäubert und eingeölt. Das betrifft zum überwiegenden Teil sämtliche Bodenbearbeitungsgeräte. Vergessen sie auch nicht die Wassertonnen zu entleeren. Es wäre schade, wenn sie im Frühjahr eine neue kaufen müssten, weil der Frost sie zerstört hat. Herbstlaub als Wärmedecke auf die Beete ausstreuen, stattdessen den Rasen vom Laub befreien, damit die Rasengräser nicht faulen. Lassen Sie ein wenig Schnittgut von Sträuchern und Bäumen in einer geschützten Ecke liegen. Somit bieten Sie den Tieren, wie dem Igel, Schutz, Wärme und einen Unterschlupf.

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, das Gartenjahr neigt sich allmählich dem Ende. Das bedeutet aber nicht, dass für den Kleingärtner jetzt eine Zeit des Ausruhens gekommen ist. So muss der Garten nun winterfest gemacht werden. Die meiste Arbeit beansprucht das Entfernen des Laubs vom Rasen. Auch den Teich nicht vergessen. Ins Wasser gefallenes Laub zersetzt sich im Winter und verbraucht Sauerstoff, so dass giftige Faulgase entstehen. Ziergräser werden nicht jetzt, sondern erst im Frühjahr (Ende April / Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend vorüber ist, denn die alten Halme schützen das Herz der Gräser. Abgesehen davon geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten den Vögeln und Insekten Nahrung sowie Winterschutz.

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

2013 10 Marienkaefer Jon SullivanLiebe Gartenfreunde in diesem Monat gibt es den zweiten Teil über „Tiere als Helfer im Kleingarten". Beginnen wir mit dem Marienkäfer, dem Glücksbringer unter den Käfern. Auf sächsisch „Mohdschegiebschen", was für ein schönes Wort, das viele nicht deuten können. Die Marienkäfer (r.) sind nicht immer rot mit schwarzen Punkten. Es gibt auch gelbe und andersfarbige Arten. Ebenso variieren Zahl und Größe der dunklen Punkte. Wichtig ist es vor allem, die Larven zu erkennen. Sie schlüpfen aus gelben, senkrecht aufgestellten Eiern, sind dunkel graublau gefärbt sowie gelb gepunktet. Wenn sie sich verpuppen, rollen sich diese Larven kugelförmig zusammen. Dann hängen sie an „Füßchen" an Blättern oder Stängeln. Sie sind an den ruckartigen Bewegungen zu erkennen, wenn man sie berührt.

Foto: Jon Sullivan / wikipedia

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, wie versprochen, werde ich heute über „Tiere als Helfer im Kleingarten" berichten. In der Natur existiert ein ständiges Auf und Ab in den Populationen von Nützlingen und Schädlingen. Im 20. Jahrhundert verlor der „zivilisierte" Mensch zunehmend die Bindung zur Natur bzw. nahm sich nicht mehr die Zeit dafür. Schädlinge wurden nicht mehr ihren natürlichen Feinden überlassen, sondern in großangelegten Feldzügen vernichtet. Neue Mittel aus den Chemielaboren, die es bis vor rund 100 Jahren nicht gab, machten dies möglich. Die natürliche Balance zwischen „Fressen und Gefressenwerden" geriet oft außer Kontrolle. Wer hier radikal eingreift, der entzieht den Nützlingen die Lebensgrundlagen. Wer Geduld hat, der wird beobachten können, wie sich eine Vielzahl kleiner Tiere auf die „gedeckten Tische" stürzen. Allerdings sollte ein Kleingärtner seine Freunde und Helfer kennen und erkennen, wenn er erfolgreich mit ihnen zusammenarbeiten will.

2013 08 Arion vulgaris3 X.H.SvenssonHallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, jedes Jahr der gleiche Ablauf: Mitte Mai säen Hobbygärtner Blumen, Gemüse und Salat aus oder setzen Jungpflanzen in den Garten. Doch über Nacht ist der Traum von prächtigen Pflanzen dahin, weggefressen von einem Heer brauner Schnecken. Sie schädigen im Garten Samen, Stängel, Blätter, Früchte und auch Wurzeln. Gehäuseschnecken fressen nur verrottete Substanzen und sogar die Eier der Nacktschnecken. Natürliche Feinde der Schnecken sind: Amseln, Kröten, Igel und Spitzmäuse. Aber wieso kommen sie überhaupt in unseren Garten?

Foto: wikipeida - Xauxa Hakan Svensson