2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs Kalendergedanken" bzw. "Über den Gartenzaun gefragt" in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund"

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Ich wünsche allseits ein erfolgreiches Gartenjahr 2015 mit guten Ernteerträgen sowie Schaffenskraft und Gesundheit.

Der erste Monat im Jahr ist einer der „geruhsamsten". Im Januar hat man Muse über die zukünftigen Pflanzungen nachzudenken und anstehende Veränderungen oder Umbauten im Kleingarten zu planen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Das Gartenjahr neigt sich nun dem Ende entgegen. Es gibt aber dennoch Arbeiten, die man im letzten Monat ausführen kann. Nach dem ersten Frost können Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing geerntet werden. Auch auf dem Beet verbliebenes, kälteverträgliches Gemüse – wie Radicchio, Endivien, Feldsalat, Lauch. Bei drohenden, starken Nachtfrösten das noch vorhandene Wintergemüse mit Vlies abdecken. Eingelagertes Gemüse regelmäßig kontrollieren und schimmliges oder faulendes Gemüse aussortieren. Vergessen sie auch nicht, ihre Lagerräume regelmäßig zu lüften.

Sobald im Dezember die Gartenarbeit abgeschlossen ist, sind alle Geräte intensiv zu säubern, einzufetten oder einzuölen. Wichtig ist, dass die Schneidewerkzeuge gründlich gereinigt werden. Gartenpächter, die ihre Utensilien in einem Schuppen verstauen, sollten auch bei der Einlagerung von Samen und Pflanzenschutzmitteln beachten, dass diese frostempfindlich sind, bei einigen Mitteln liegt die Grenze sogar bei +5°C! Alle Samen und Pflanzenschutzmittel auf Ablaufdaten kontrollieren und anschließend im Keller sicher vor Kinderhand aufbewahren.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Ziergräser werden nicht jetzt, sondern erst im Frühjahr (Ende April, Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend gebannt ist, denn die alten Halme schützen das Herz der Gräser. Ganz abgesehen davon, geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten den Vögeln und Insekten Nahrung sowie Winterschutz. Aufräumarbeiten im Laufe des Monats durchdacht erledigen.

Anfang November ist Pflanzzeit von winterharten frühlings- und sommerblühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen. Alle Rosensorten jetzt pflanzen: Edelrosen, Beet- und Strauchrosen, Kletterrosen und Stammrosen. Rosen auf niedrigen Stämmen sind weniger bruchgefährdet und können besser gegen Windschäden geschützt werden. Beet-Rosen eventuell etwas zurückschneiden, damit die Erde hier ohne große Behinderung gelockert und angehäufelt werden kann.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Damit auch im nächsten Jahr wieder alles gut wächst und gedeiht, sollten noch einige wichtige Arbeiten erledigt werden. Schöne trockene Oktobertage sind bestens geeignet für die Pflanzung neuer Obstgehölze.
Bei der Sortenwahl sollte man sich von seinen Vorlieben und der Anfälligkeit gegen Krankheiten leiten lassen. So widerstehen die „Pi-Sorten" (Pingo, Pinova, Pirol, Piros etc.) Schorf und Mehltau teilweise, die „Re-Sorten" (u.a. Reanda, Reglindis, Renora, Resi) sind hingegen resistent. Natürlich haben auch bewährte ältere Sorten (z.B. Alkmene, Cox Orange, Goldparmäne) eine Chance verdient. In Kleingärten sollten bei Apfelbäumen die Unterlagen M 9, M 26 sowie MM 106 bevorzugt werden, da sie schwachwachsend sind. Denn die alte Gärtnerweisheit trifft zu, die da besagt: je früher gepflanzt wird, desto besser!

Direkt bei der Ernte sollte sämtliches (!) Fallobst beseitigt werden. Dadurch wird einerseits das Infektionspotential für pilzliche Krankheiten verringert und gleichzeitig entzieht man den Wühlmäusen die Futterbasis.

Hallo hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Die Ernte von Sommergemüse sollten Sie jetzt abschließen. Ernten Sie vor den ersten Minustemperaturen Kulturen wie Tomaten, Paprika, Kürbisse, Zucchini und Bohnen ab, da sie sehr frostempfindlich sind. Tomaten, die noch grün sind, können sie im Haus nachreifen lassen. Legen sie einen Apfel zwischen die Tomaten, dann geht der Reifeprozess schneller (Äthylen Spender).

Damit der Grünkohl bis zum Frostbeginn recht viel Blattmasse entwickeln kann, erhält er im September einen Stickstoff-Kopfdünger. In diesem Monat ist auch die Zeit zum Aussähen von Feldsalat (Rapunzel, Vita). Feldsalat hat den Vorteil, dass man ihn auch bei Frost und Schnee ernten kann. Die Erntezeiten gehen bis Februar. So hat man über den Winter immer frischen Salat zur Verfügung.

Hallo hier ist wieder der „Garten-Olaf".

In diesem Monat können viele Gemüsearten und Salate für die Ernte im Herbst und Winter gesät werden. Bis Mitte August sollten die Frühlingszwiebeln gesät sein, damit sie bei Wintereinbruch an Höhe gewonnen haben. Sie liefern im zeitigen Frühjahr das erste essbare Grün und im Frühsommer weiße Zwiebeln. Sinnvoll ist es, diese Frühlingszwiebeln in Mischkultur mit Feldsalat anzusäen, Abstand der Zwiebelreihen 30 cm, dazwischen zwei Reihen Feldsalat.

Radieschen und Eiszapfen können ebenfalls jetzt noch gesät werden. Sie eignen sich gut als Zwischenkultur. Wenn der Sommer zu Ende geht, verwenden Sie bitte nur noch frühe Sorten. Radieschen brauchen viel Sonne und sollten nur ca. 1 cm tief gesät und die Beete mit Vliesabdeckungen geschützt werden, damit die Gemüsefliege nicht für „wurmhaltige" Radieschen sorgt!

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Im ersten Teil mit der dritten und letzten Folge zu "Hochbeete im Kleingarten" und im zweiten zum aktuellen Geschehen.
Bepflanzung: Der Anbau auf den Hochbeeten erfolgt nach dem Prinzip der Mischkulturen. Mit einer richtigen Auswahl beeinflussen sich die Pflanzen zum gegenseitigen Vorteil im Wachstum und wehren Krankheiten sowie Schädlinge besser ab. Im ersten Jahr werden viele Nährstoffe durch den starken Verrottungsprozess freigesetzt. In diesem Zeitraum sollte man starkzehrende Pflanzen, wie Tomaten, Kohl, Gurken, Zucchini, Lauch oder Sellerie anbauen. Nach zwei Jahren können dann sogenannte Mittelzehrer hinzukommen. Das sind Gemüsesorten, die weniger Nährstoffe benötigen, z.B. Salat, Spinat, Zwiebeln, Knoblauch, Chinakohl, Paprika oder Möhren. Anschließend sind die Schwachzehrer an der Reihe, z.B. Bohnen, Erbsen oder Kräuter.

2014 06 Hochbeet BauplanHallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Weiter geht´s mit dem zweiten Teil der „Hochbeete im Kleingarten". Nun gehe ich auf Materialbedarf und Bau ein. Zuerst sollte feststehen, wofür Sie das Hochbeet nutzen möchten (Gemüse, Blumen) und wie groß es werden soll. Damit sich der Aufwand lohnt, sollte ein Hochbeet mindestens 2,0 m lang und 1,2 m breit sein. Die Höhe kann individuell gewählt werden, 0,8 m sind schon spürbar rückenschonend.

Abb.: Hochbeet mit abnehmbaren Anzuchtkasten /  Abb. zur Vergrößerung anklicken !