2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs Kalendergedanken" bzw. "Über den Gartenzaun gefragt" in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund"

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der neunte Monat des Jahres stellt den Übergang zwischen Sommer und Herbst dar. Für unseren Kleingarten ist es nun Zeit, sich auf die kühlere Jahreszeit vorzubereiten. Einige Gewächse müssen für das kommende Jahr neu gepflanzt werden. Auch ist die Erntezeit noch nicht beendet. Im September ist die optimale Zeit, um neue Stauden zu setzen. Ende des Monats werden dann die Zwiebeln für die Frühjahrsblüher ausgebracht (Tulpen, Krokusse, Narzissen und Schneeglöckchen).

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Aus Steckzwiebeln gezogene Speisezwiebeln erntet man für den Winterbedarf erst nach dem Absterben des Laubes. Sie sind dann gut ausgereift und halten sich im Winter besser als zu früh geerntet. In den heißen Sommermonaten beginnen die Zwiebeln sich auf den Winter vorzubereiten, indem die Nährstoffe aus dem Laub in die Zwiebelknollen verlagert werden. Die logische Folge: Das Laub verwelkt und die Knolle wird schmackhaft und erntereif.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Im Juli braucht der Garten weiterhin hohe viel Aufmerksamkeit. Erste Priorität hat jedoch das Gießen und das will richtig gemacht sein. An heißen Tagen kann das falsche Gießen der Pflanzen ebenso viel Schaden anrichten, wie diese verdursten zu lassen. Das sollten Kleingärtner unbedingt beachten: Wer mittags gießt, verbrennt seine Pflanzen. Denn Wassertropfen auf den Pflanzen wirken in der Sonne wie Brenngläser! Außerdem kann während der Mittagszeit 90 % der Feuchtigkeit nach dem Beregnen einer Rasenfläche wieder verdunsten. Am Morgen werden dem Boden dagegen nur 25 bis 30 % entzogen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Obstgarten: Etwa sechs bis acht Wochen nach der Blüte beginnt beim Kernobst der sogenannte Junifruchtfall. Dieser fällt umso stärker aus, je stärker der Fruchtansatz ist. In dieser Zeit trennt sich der Baum von überzähligen Früchten, die er nicht mehr ernähren kann, dieses ist als eine natürliche Ausdünnung anzusehen. Oft reicht dies aber nicht aus, deshalb müssen nach dem Junifruchtfall noch viele Früchte von Hand entfernt werden. Ausdünnung bei verschiedenen Obstarten:

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der sogenannte Wonnemonat ist prädestiniert für Gartenarbeit sowie -gestaltung und gehört zu den schönsten im Jahr. Einerseits kann man noch die Frische des Frühlings spüren, anderseits ist aber auch schon der Sommer mit seiner üppigen Fülle zu erahnen. Und von den „Eisheiligen" hat ebenso schon ein jeder gehört oder? Nun, was verbirgt sich dahinter. Über Jahrhunderte gab es Mitte Mai nachweislich immer wieder Kaltlufteinbrüche mit Rostnächten, die Blüten und damit Ernten bedrohten. Kaltluft-Strömungen aus dem Norden Europas sind dafür verantwortlich.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Bevor ich meinen Beitrag beginne, hier einige Bauernregeln für den ungewöhnlichsten Monat – „April, April der macht was er will ...": „Wie´s im April und Maien war, so wird das Wetter im ganzen Jahr"„Sankt Georg kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel geritten".

Sehr bildhaft will diese zweitgenannte Bauernregel ausdrücken, dass es besonders im Zeitraum um den 23. April noch einmal Kaltlufteinbrüche mit Schnee geben kann, denn sät man im April, da kommt es wann es will, sät man im Mai da kommt die Saat gleich.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der Frühling startet und im Garten fallen nun Arbeiten an, damit später alles gut wächst und gedeiht. Besondere Aufmerksamkeit sollte man jetzt dem Boden widmen.

Gemüsegarten: Sobald der Boden abgetrocknet ist, wird das Gemüsebeet auf die neue Aussaat und Bepflanzung vorbereitet. Entfernen Sie die Wildkräuter und lockern Sie die Erde, so dass eine feinkrümlige Struktur entsteht. Dort, wo starkzehrendes Gemüse, wie Tomaten oder Kohl, gepflanzt werden soll, sorgt auf den Beeten verteilter Kompost oder leicht eingearbeiteter Dünger für ausreichende Nährstoffzufuhr. Je nach Standort Bodenverbesserer, wie Sand, Urgesteinsmehl oder Kalk ausbringen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

An warmen Tagen im Februar werden manche Gartenfreunde schon nervös und wollen die ersten Saaten vornehmen. Aber das klappt zu dieser Zeit nur mit Radieschen, Kopfsalat und Möhren. Da Möhren und Kopfsalat eine sehr lange Keimzeit haben, kann es leicht passieren, dass man beim Unkraut ziehen die kleinen Pflänzchen mit herausreißt. Um dem vorzubeugen, mischen Sie Möhren- und Salatsamen ganz einfach mit Samen von Radieschen, weil dadurch die Keimzeit schneller vorangeht und die Reihen somit markiert werden.

Im Februar können Paprika, Tomaten und Gewächshausgurken vorgezogen werden. Bitte beachten Sie dabei, dass die Anzuchttemperaturen von 18 bis 20 °C eingehalten werden. Verwenden sie Anzuchterde, weil diese nicht so nährstoffhaltig ist und Ihre Pflanzen im Wachstum gebremst werden (kein sogenanntes „Schießen").