2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs Kalendergedanken" bzw. "Über den Gartenzaun gefragt" in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund"

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“,

heute möchte ich Sie über den Boden in unseren Kleingärten informieren. Da im Februar der Anbau in der Parzelle noch ruht, haben wir ausreichend Zeit, uns damit zu beschäftigen. Von der Bodenstruktur hängt es ab, was in Ihrem Garten wächst. Schon deshalb sollte sich jeder Kleingärtner Grundkenntnisse darüber aneignen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Liebe Gartenfreunde, ich hoffe, Ihr hattet alle einen guten Start ins Schaltjahr 2016. Für die bevorstehende Gartensaison möchte ich zuerst das Thema Obstbaumschnitt anschneiden. In meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Gartenfachberater und Wertermittler bin ich häufig in den Kleingartenanlagen (KGA) unterwegs und es tut mir richtig weh, wenn ich Obstgehölze sehe, die vor langer Zeit einmal oder noch nie einen Baumschnitt erlebt haben. Hier ist als noch einiger Nachholbedarf vonnöten.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Wie in der letzten Ausgabe versprochen, geht es dieses Mal um die Unterlagen im Obstanbau für Kirsche, Pflaume, Aprikose, Pfirsich und Nektarine. Erst mit der Unterlage „GiSelA 5“ (Gießen-Selektion-Artkreuzung) kam vor etwa 20 Jahren eine schwachwachsende Unterlage in den Handel, die für kleinere Gärten und Intensivanlagen geeignet ist. Gegenüber dem Sämling wächst sie ca. 50 % schwächer. Für schlechtere Böden ist auch noch Colt geeignet, die eine Wuchsminderung von ca. 30 % gegenüber Sämlinge erreicht, aber etwas winterfrostempfindlich ist. Ähnlich ist auch die neuere Kirschenunterlage PiKu 1.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Wir werden uns heute mit den Obstunterlagen beschäftigen und ein wenig Licht „ins Dunkel“ bringen. Viele Kleingärtner fragen mich nämlich, was bedeutet „Malus“ oder „GiSelA 5“.

Die Verwendung von Obstunterlagen bietet Vorteile hinsichtlich des Einflusses auf die Wuchskraft der Obstsorte selbst. Damit verbunden auf den Zeitraum bis zum Ertragseintritt. Allgemein kann man deshalb sagen, je stärker ein Obstgehölz wächst, desto später setzt der Ertrag ein.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Das Ende des Gartenjahres ist zum jetzigen Zeitpunkt schon abzusehen. Der Oktober wird intensiv genutzt, um den Garten so winterfest zu gestalten, dass die Pflanzen die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen können.

Bodenprobe entnehmen: Bevor Sie Ihren Mutterboden düngen, rate ich Ihnen, eine Bodenprobe zu nehmen und diese in der Geschäftsstelle des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner, Zschochersche Straße 62, auf Nährstoffgehalt und pH-Wert untersuchen zu lassen. Wie gehen Sie vor?

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der neunte Monat des Jahres stellt den Übergang zwischen Sommer und Herbst dar. Für unseren Kleingarten ist es nun Zeit, sich auf die kühlere Jahreszeit vorzubereiten. Einige Gewächse müssen für das kommende Jahr neu gepflanzt werden. Auch ist die Erntezeit noch nicht beendet. Im September ist die optimale Zeit, um neue Stauden zu setzen. Ende des Monats werden dann die Zwiebeln für die Frühjahrsblüher ausgebracht (Tulpen, Krokusse, Narzissen und Schneeglöckchen).

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Aus Steckzwiebeln gezogene Speisezwiebeln erntet man für den Winterbedarf erst nach dem Absterben des Laubes. Sie sind dann gut ausgereift und halten sich im Winter besser als zu früh geerntet. In den heißen Sommermonaten beginnen die Zwiebeln sich auf den Winter vorzubereiten, indem die Nährstoffe aus dem Laub in die Zwiebelknollen verlagert werden. Die logische Folge: Das Laub verwelkt und die Knolle wird schmackhaft und erntereif.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Im Juli braucht der Garten weiterhin hohe viel Aufmerksamkeit. Erste Priorität hat jedoch das Gießen und das will richtig gemacht sein. An heißen Tagen kann das falsche Gießen der Pflanzen ebenso viel Schaden anrichten, wie diese verdursten zu lassen. Das sollten Kleingärtner unbedingt beachten: Wer mittags gießt, verbrennt seine Pflanzen. Denn Wassertropfen auf den Pflanzen wirken in der Sonne wie Brenngläser! Außerdem kann während der Mittagszeit 90 % der Feuchtigkeit nach dem Beregnen einer Rasenfläche wieder verdunsten. Am Morgen werden dem Boden dagegen nur 25 bis 30 % entzogen.