2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs" Kalendergedanken in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund".

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Nun ist auch für den emsigsten Kleingärtner die Gartensaison zu Ende. Die Vegetation ruht weitgehend und anfallende Gartenarbeiten sind dementsprechend gering. Dies wären: Nach dem ersten Frost beginnt die Ernte von Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing. Auch auf dem Beet Verbleibendes, kälteverträgliches Gemüse wie Radicchio, Endivien, Feldsalat und Lauch kann laufend geerntet werden. Bei drohenden starken Nachtfrösten Wintergemüse mit Vlies abdecken.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Pflanzen von Obst- und Beerengehölzen: In diesem Monat ist es noch möglich, diese Gewächse zu pflanzen, wenn der Boden nicht gefroren ist (empfindliche Obstgehölze wie Aprikose und Pfirsich erst im Frühjahr). Viele Gehölze bilden nach der Pflanzung im Winter noch Feinwurzeln und können im Frühjahr bereits mit voller Kraft austreiben. Ein gründliches Wässern erleichtert es den Pflanzen, sich vor dem Frost zu akklimatisieren. Immergrüne Pflanzen können auch noch in den Boden gebracht werden (keine Park- und Waldbäume!).

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Blumenzwiebeln stecken: Noch bis in den November hinein können Zwiebeln von Tulpen, Narzissen sowie Hyazinthen gesteckt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Wichtig dabei, ist ein lockerer, durchlässiger Boden, denn Staunässe lässt die Zwiebeln leicht faulen.

Setzen Sie die Blumenzwiebeln etwa doppelt so tief in die Erde, wie sie hoch sind. Legen Sie diese nicht flächig aus, sondern in einzelnen Gruppen. Das ergibt im Frühjahr einen schöneren Anblick.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Auf Anfrage vieler Kleingärtner werde ich mich heute auf den richtigen Schnitt der Pfirsiche konzentrieren. Es kann einem schon in der Seele wehtun, sieht man in unseren Parzellen zahlreiche Pfirsichbäume, die „verschnitten bzw. verstümmelt“ wurden oder niemals eine fachgerechte Behandlung erfuhren.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Liebe Gartenfreunde, jedes Jahr das gleiche „Spiel“: Mitte Mai säen die Kleingärtner Blumen, Gemüse und Salat an oder setzen Jungpflanzen in ihrer Parzelle. Doch über Nacht ist der Traum von prächtigen Pflanzen dahin – weggefressen von einem Heer brauner Schnecken. Sie schädigen im Garten Samen, Stängel, Blätter, Früchte und auch Wurzeln. Gehäuseschnecken fressen nur verrottete Substanzen und sogar die Eier der Nacktschnecken. Natürliche Feinde der Schnecken sind: Amseln, Kröten, Igel und Spitzmäuse. Aber wieso kommen sie überhaupt in unseren Garten?

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Nun sind wir im Hochsommer, den die Meteorologen auf Juli und August fixieren. Und da gibt es jede Menge zu tun.

Ziergarten: Rosen erhalten im Juli die letzten Düngergaben, so reifen die Triebe bis zum Herbst gut aus. Düngt man später im Jahr, können die Triebe nicht ausreifen und frieren meist stark zurück. Man kann beim Düngen im Juli kalireiche Volldünger verwenden, bei denen der Stickstoffanteil gering ist oder man setzt Spezial-Rosendünger ein. Auf Wege überhängende Triebe von Rosen sollten entfernt werden, damit niemand Schaden erleidet! Auch junge Rosentriebe sind stark bestachelt, so dass man sich daran ernsthaft verletzen kann - besonders spielende Kinder.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“,

in dieser Ausgabe möchte ich Sie von A, wie Allgemeines zur Parzelle, bis Z, wie Ziergarten, an meinen Gedanken teilhaben lassen.

Gemüsegarten: Bereits freigewordene Beete kann man jetzt z.B. mit Grünkohl bepflanzen, der dann den ganzen Winter über geerntet werden kann. Frühkartoffeln sollten geerntet werden, wenn sich das Laub gelblich zu färben beginnt. Erst dann sind die Knollen voll ausgereift, ein reicherer Ertrag ist zu erwarten und sie sind geschmacklich besser als bei einer zu frühen Ernte. Bei Tomaten werden alle Seitentriebe ausgebrochen oder, wie der Kleingärtner sagt, ausgegeizt. Der Haupttrieb hat mehr Kraft für den verbleibenden Fruchtansatz. Nur bei kleinfruchtigen Busch-Tomaten können Sie alle Triebe belassen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“,

Mai-Thema ist Mischkultur im Kleingarten, das Anbauprinzip nach dem Vorbild der Natur, bei der es keine Monokulturen gibt. Unter einer Mischkultur versteht man den gemischten Anbau miteinander verträglicher Pflanzen. Hierbei werden hauptsächlich Gemüsegewächse mit unterschiedlichem Wachstumsverhalten gemeinsam kultiviert.

Pflanzen können sich gegenseitig positiv oder negativ beeinflussen. Gründe dafür sind z.B. Wurzelausscheidungen, Wurzelrückstände, unterschiedliche Tiefen der Durchwurzelung sowie Nutzung von Wasser und Nährstoffreserven des Bodens durch die verschiedenen Pflanzenarten.