2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs" Kalendergedanken in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund".

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“,

in dieser Ausgabe möchte ich Sie von A, wie Allgemeines zur Parzelle, bis Z, wie Ziergarten, an meinen Gedanken teilhaben lassen.

Gemüsegarten: Bereits freigewordene Beete kann man jetzt z.B. mit Grünkohl bepflanzen, der dann den ganzen Winter über geerntet werden kann. Frühkartoffeln sollten geerntet werden, wenn sich das Laub gelblich zu färben beginnt. Erst dann sind die Knollen voll ausgereift, ein reicherer Ertrag ist zu erwarten und sie sind geschmacklich besser als bei einer zu frühen Ernte. Bei Tomaten werden alle Seitentriebe ausgebrochen oder, wie der Kleingärtner sagt, ausgegeizt. Der Haupttrieb hat mehr Kraft für den verbleibenden Fruchtansatz. Nur bei kleinfruchtigen Busch-Tomaten können Sie alle Triebe belassen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“,

Mai-Thema ist Mischkultur im Kleingarten, das Anbauprinzip nach dem Vorbild der Natur, bei der es keine Monokulturen gibt. Unter einer Mischkultur versteht man den gemischten Anbau miteinander verträglicher Pflanzen. Hierbei werden hauptsächlich Gemüsegewächse mit unterschiedlichem Wachstumsverhalten gemeinsam kultiviert.

Pflanzen können sich gegenseitig positiv oder negativ beeinflussen. Gründe dafür sind z.B. Wurzelausscheidungen, Wurzelrückstände, unterschiedliche Tiefen der Durchwurzelung sowie Nutzung von Wasser und Nährstoffreserven des Bodens durch die verschiedenen Pflanzenarten.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“,

bevor ich meinen Beitrag beginne, hier ein Paar Bauernregeln für den ungewöhnlichsten Monat des Jahres: „April, April der macht was er will.“ – „Wie´s im April und Maien war, so wird das Wetter im ganzen Jahr.“ – „Sankt Georg (23. April) kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel geritten.“ Sehr bildhaft will dieser Spruch ausdrücken, dass es besonders vor und um den 23. April noch einmal Kaltlufteinbrüche mit Schnee gibt. – „Sät man im April da kommt es wann es will, sät man im Mai da kommt die Saat gleich.“

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf",

versuchen Sie einfach, Schönwetterperioden zu nutzen und bereiten Sie den Boden Ihrer Beete vor. Beseitigen Sie aber nicht vorschnell Abdeckungen und schützenden Mulch, denn im März treten sicher noch kühle Nächte auf.

Beerenobst, das im Topf mit Wurzelballen angeboten wird, können Sie auch noch nach dem Austrieb in den Garten setzen. Damit die wurzelnackten Pflanzen gut anwachsen, müssen die Wurzelspitzen etwas eingekürzt und die oberen Triebe um die Hälfte zurückgeschnitten werden. Damit die Früchte in der Mitte des Strauches genug Licht bekommen, lässt man 5 bis 6 Haupttriebe stehen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“,

heute möchte ich Sie über den Boden in unseren Kleingärten informieren. Da im Februar der Anbau in der Parzelle noch ruht, haben wir ausreichend Zeit, uns damit zu beschäftigen. Von der Bodenstruktur hängt es ab, was in Ihrem Garten wächst. Schon deshalb sollte sich jeder Kleingärtner Grundkenntnisse darüber aneignen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Liebe Gartenfreunde, ich hoffe, Ihr hattet alle einen guten Start ins Schaltjahr 2016. Für die bevorstehende Gartensaison möchte ich zuerst das Thema Obstbaumschnitt anschneiden. In meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Gartenfachberater und Wertermittler bin ich häufig in den Kleingartenanlagen (KGA) unterwegs und es tut mir richtig weh, wenn ich Obstgehölze sehe, die vor langer Zeit einmal oder noch nie einen Baumschnitt erlebt haben. Hier ist als noch einiger Nachholbedarf vonnöten.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Wie in der letzten Ausgabe versprochen, geht es dieses Mal um die Unterlagen im Obstanbau für Kirsche, Pflaume, Aprikose, Pfirsich und Nektarine. Erst mit der Unterlage „GiSelA 5“ (Gießen-Selektion-Artkreuzung) kam vor etwa 20 Jahren eine schwachwachsende Unterlage in den Handel, die für kleinere Gärten und Intensivanlagen geeignet ist. Gegenüber dem Sämling wächst sie ca. 50 % schwächer. Für schlechtere Böden ist auch noch Colt geeignet, die eine Wuchsminderung von ca. 30 % gegenüber Sämlinge erreicht, aber etwas winterfrostempfindlich ist. Ähnlich ist auch die neuere Kirschenunterlage PiKu 1.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Wir werden uns heute mit den Obstunterlagen beschäftigen und ein wenig Licht „ins Dunkel“ bringen. Viele Kleingärtner fragen mich nämlich, was bedeutet „Malus“ oder „GiSelA 5“.

Die Verwendung von Obstunterlagen bietet Vorteile hinsichtlich des Einflusses auf die Wuchskraft der Obstsorte selbst. Damit verbunden auf den Zeitraum bis zum Ertragseintritt. Allgemein kann man deshalb sagen, je stärker ein Obstgehölz wächst, desto später setzt der Ertrag ein.