2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs Kalendergedanken" bzw. "Über den Gartenzaun gefragt" in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund"

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

2018 04 Walter J.Pilsak Hundsrose CC BY SA 3.0Wie bereits im Vormonat angekündigt, werde ich dieses Mal speziell auf Pflanzung, Schnitt, Pflege und Düngung von Rosen eingehen. Oft fragen mich rätselnde Gartenfreunde, wann und an welcher Stelle bringe ich mein/e Rosengewächs/e in den Boden?

Die optimale Zeitspanne liegt zwischen Oktober und Ende April. Wer im Frühjahr pflanzt, dessen Rosenstöcke können sicher anwachsen. Jedoch ist die Pflanze zuerst damit beschäftigt, ihr Wurzelwerk richtig auszubilden und erst danach mit dem Austreiben der Blüten.

Foto - Walter J. Pilsak: Hundsrose

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

2018 03 Rose Ave Maria Kordes 1981 Eva K FALIn den beiden folgenden Monaten möchte ich ansatzweise dem unerschöpflichen Feld der Rosen widmen. Im März geht es um die Historie dieser faszinierenden Pflanzengattung sowie Hinweise zum Kauf und im April erfahren Sie Wichtiges zur Pflanzung und zum Schnitt. Die Rose beeindruckte unsere Vorfahren schon vor Tausenden von Jahren. Bevor man sie wegen ihres Farbspektrums, ihres Duftes und ihrer Eleganz züchtete, war sie ein Nahrungsmittel. Im China vor 5.000 Jahren legte man erste Gärten an und begann, Rosen zu züchten.

Foto - Eva K: Rose "Ave Maria" / Kordes 1981

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

2018 02 SLK 9614

Nach vielen Anfragen von Kleingärtnern in den letzten Monaten zum Obstbaumschnitt möchte ich nochmals Wesentliches nennen. Jahr um Jahr steht der Gartenfreund vor seinem Obstgehölz und rätselt stets, an welcher Stelle er nun beginnen solle. Im Sprachgebrauch eines Großteils der Kleingärtner ist der Ausdruck „Bäume verschneiden“ geläufig. Diesen Begriff wörtlich genommen, haben viele Bäume auch das Aussehen, bis hin zur radikalen „Verstümmelung“. Der Obstbaumschnitt ist alljährlich ein wiederkehrendes Thema, zumal neue Gartenfreundinnen und Gartenfreunde Gefallen am Kleingärtnern finden, denen die Grundlagen fehlen.

SLK-Foto: Fachberater Ralf Hesse erläutert anschaulich sein Vorgehen beim Schnitt

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Allen Lesern, Gartenfreundinnen und Gartenfreunden möchte ich ein friedliches Jahr 2018, Gesundheit und vorzeigbare Ernteerfolge wünschen.

In der Dezember-Ausgabe hatte ich Ihnen zum Thema „Mit dem Garten alt werden“ versprochen, einige Tipps zur Gestaltung Ihrer Parzelle gegeben. Im Idealfall denkt man schon bei der Übernahme eines Gartens daran, unter welchen Bedingungen man ihn im Alter nutzen möchte. In jungen Jahren „blendet“ man z.B. das Problem der Barrierefreiheit völlig aus. In späteren Jahren ist schon eine einzeln Stufe der Garant für eine Stolperfalle.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“

und das interessante Thema, “Mit dem Garten alt werden“. Jeden von uns wird dies früher oder später ereilen. Deshalb sollten wir vorausschauend überlegen, wie wir unseren Garten altersgerecht gestalten und bewirtschaften wollen.

Jeder Kleingärtner richtet sich nach Übernahme des Gartens (inkl. Pachtvertrag, Kleingartenordnung [KGO], Bundeskleingartengesetz [BKleingG]) diesen nach seinen individuellen Vorstellungen ein. Er kann sich – gemäß den nun mal notwenigen Regularien, vergleichbar mit einer Mietwohnung (!) – in seinem Garten voll entfalten und seinem Hobby nachgehen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

2017 11 Weidling Olaf Fruchtmumien

Ein Kleingärtner stellte mir neulich die Frage: „Kann ich im Herbst noch Obst- und Beerensträucher pflanzen?“ Prinzipiell ja, außer den empfindlichen (!) Gewächsen, z.B. Aprikose, Pfirsich. Viele Gehölze bilden nach der Pflanzung im Winter noch Feinwurzeln. Damit können sie im Frühjahr mit voller Kraft austreiben. Ein gründliches Wässern erleichtert es den Pflanzen, sich vor dem Frost zu akklimatisieren. Ebenso können immergrüne Pflanzen noch in den Boden gebracht werden. Ganz gleich, ob der Baumbestand verjüngt, ein ewig kränkelndes Gehölz durch ein für den Standort geeigneteres ersetzt oder eine Lücke geschlossen werden soll, jetzt sollte man die Obstgehölze pflanzen.

Foto - Olaf Weidling: Zu entfernende Fruchtmumien an den Zweigen

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

In letzter Zeit wurde mir immer wieder die Frage gestellt, wie die Pflanz- und Grenzabstände bei Obstbäumen und Beerenobst im Kleingarten sein sollten. Dabei muss man zwischen beiden Begriffen unterscheiden:

Ein zu geringer Pflanzabstand beeinträchtigt das Wachstum der Gehölze, zu geringer Grenzabstand bei Bäumen, Sträuchern und Hecken ist hingegen eine der häufigsten Ursachen für Streitigkeiten mit dem Nachbarn. In vielen Fällen landet die Auseinandersetzung vor Gericht mit meist ungewissem Ausgang. Um das zu vermeiden, empfehle ich ihnen Pflanz- und Grenzabstände, die sie beachten sollten.

2017 09 2 Schnitt der SauerkirscheHallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Heute möchte ich Euch den Schnitt von Süß- und Sauerkirsche erläutern, da mich bei meinen Rundgängen durch unsere Kleingartenanlagen einige Gartenfreunde darauf ansprachen. Allgemein lässt der Schnitt von Süß- und Sauerkirschen sehr zu wünschen übrig lässt. Dies ist leicht zu erkennen an den zu hohen und zu dichten Bäumen sowie der Verkahlung der Triebe bei Sauerkirschen.

Hierzu einige Tipps zum Kirschbaumschnitt: Unkontrolliertes Wachstum bei Kirschen führt zu einer dichten Baumkrone, die kaum noch Sonnenlicht ins Innere durchlässt. Damit sinkt der Ertrag und der Baum beginnt zu kränkeln. Deshalb ist es erforderlich, dass die Kirschbäume jedes Jahr geschnitten werden. Das Schneiden ist über das ganze Jahr hinweg möglich, am besten jedoch nach der Ernte bei warmer Witterung. Das regelmäßige Auslichten bedeutet auch weniger Angriffsflächen für Pilze und Schädlinge.