20160818 W 1756Es ist eine gute Tradition in der Bezirksgruppe (BZG) West, dass jedes Jahr eine Zusammenkunft als Exkurson gestaltet wird. Obmann Werner Dosse bereitet diese Veranstaltungen langfristig und exakt vor.

Diese Art der Bezirksgruppenarbeit hat Vorteile, denn die Exkursionen haben immer Bildungscharakter. Ob Stadtrundfahrt, Stadtbesichtigung vom Wasser oder Führung durch den Uni-Campus, die Teilnehmer erfahren stets Interessantes aus Leipzig. Die Exkursionen festigen das Zusammengehörigkeitsgefühl und regen zu Gesprächen außerhalb des Protokolls an, die interessant sind. Am 18. August 2016 stand erneut eine Exkursion auf dem Programm. Es ging in das Gohliser Schlösschen.

SLK-Foto: Die Mitglieder der BZG West am Gohliser Schlösschen

Bei einer Führung konnten die 20 Teilnehmer viel über die Geschichte des Bauwerks erfahren. Es wurde 1755/56 vom Leipziger Ratsbaumeister Johann Caspar Richter als repräsentatives bürgerliches Landhaus im Barockstil erbaut. Deswegen ist es auch nur ein "Schlößchen" und kein Schloss.

Im Jahr 1793 fiel das Gohliser Schlösschen testamentarisch an die Stadt Leipzig, die es 1832 an die Familie Alvensleben verkaufte. 1906 wurde die Stadt endgültig Eigentümerin des Gebäudes. Nach einer Sanierung 1934/35 wurde es für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Bei der Generalsanierung von 1990 bis 1998 wurde das Gebäude wieder in den Zustand des 18. Jahrhunderts versetzt und vom Kulturamt der Stadt betrieben.

Ende 2003 kam dann das Aus,Sparmaßnahmen der Stadt erzwangen die Schließung. Seit 2004 ist der Freundeskreis Gohliser Schlösschen e.V. der Betreiber. Er organisiert u.a. kulturelle Veranstaltungen und Führungen durch Haus. In dem gepflegten Restaurant oder auch auf dem Freisitz kann sich der Besucher von dem Rundgang erholen und das Gehörte nochmals Revue passieren lassen.

Die BZG nutzte das Angebot für ein kleines Auswertungsgespräch und ein delikates Abendessen. Auch so kann Bezirksgruppenarbeit sein.