201804 Saxifraga sempervivum Botanical garden Munich Orjen CC BY SA 3.0Steinbrech (Saxifraga). Die Pflanze kann scheinbar Steine brechen. Deshalb bezieht sich der botanische Name auf: saxum = Fels und frangere = brechen. Der Steinbrech ist mit mehr als 300 Arten auf der ganzen Welt anzutreffen. Außerdem gibt es zudem viele Formen und Sorten. Damit eine Unterscheidung und Zuordnung einigermaßen möglich ist, hat man Gruppen gebildet: Moosartiger Steinbrech, Kalkausscheidender Steinbrech, Frühblühender Steinbrech, Purpurgefärbter Steinbrech und Robertson-Steinbrech.

Die vielen Arten der großen Familie Steinbrechgewächse kann man nur in einem dicken Buch beschreiben. Deshalb nenne ich hier nur wenige und beschränke mich nur auf bodendeckende Arten. Eine allgemeingültige Kulturbeschreibung ist leider nicht möglich, weil die Ansprüche der unterschiedlichen Arten verschieden sind.

Foto - Orjen: Steinbrech (Saxifraga sempervivum)

201804 Gegenblaettriger Steinbrech Michael Haferkamp CC BY SA 3.0Saxifraga aizoona ist ein Bewohner der Kalkalpen, besonders stark mit Kalk bekrustet und bildet aus ihren schmalblättrigen Rosetten dichte, eng auf dem Boden anliegende Polster. Diese Polster wachsen sich allmählich zu einem „Rasen“ aus. Die Steinbrechart kann Steine und den Boden vollständig überwachsen und ist für kleine Steingärten besonders gut geeignet. Auch Trockenmauern, Pflanzgefäße und Spalten zwischen Gehwegplatten und Gräber lassen sich mit diesem Steinbrech verschönern.

Die Vermehrung (Teilung) ist ganzjährig möglich. Je nach Standort, und der sollte möglichst sonnig sein, blühen die Pflanzen im April oder Mai. Die häufigste Blütenfarbe der Steinbrechsorten ist weiß, rosa und rot. Die Pflanzen lieben durchlässigen, sandigen, kargen trockenen Boden. Pflanzenschutzmaßnahmen, Düngung und Wassergaben sind nach meiner Erfahrung nicht erforderlich.

Foto - Michael Haferkamp: Gegenblättriger Steinbrech (Saxifraga oppositifolia)

Viel Erfolg mit dem interessanten Bodendecker wünscht  

Gartenfachberater Edgar Schmitt - KGV “Alt Schönefeld“